PROKOP: EHRENAMT IST DAS FUNDAMENT UNSERES SPORTES

Ministerin bei Sportenquete: Sport bietet nicht nur Bewegung, sondern auch Sinnfindung

Wien (ÖVP-PK) - Das Ehrenamt ist ein wichtiger Teil unserer Bürgergesellschaft. Es ist unverzichtbar, es ist das Fundament unseres Sportes. Es ist wichtig jenen Menschen, die daran Interesse haben, auch die Möglichkeit zu bieten, sich einzubringen. Dazu gehört Professionalität und das Wissen, dass Funktionär-sein kein Selbstzweck ist, sondern dass man sich in den Dienst einer Sache stellt, egal ob als Manager oder als Organisator für Senioren-Sportveranstaltungen. Hier ist noch viel zu tun, qualifizierte Ausbildungen und Schulungen sind mit Maß und Ziel anzubieten. Wir müssen die Qualität verbessern, aber die Freude des Funktionärs und seine Bereitschaft zum Engagement erhalten sowie seine Motivation stärken. Das sagte heute, Freitag, Innenministerin Liese Prokop, Präsidentin der Sportunion Österreich, in ihrem Impulsreferat "Erfolgsfaktor Engagement" bei der Sportenquete des ÖVP-Parlamentsklubs. ****

Sport sei ein nicht wegzudenkender Teil unserer Gesellschaft, der oft unterschätzt werde. Wichtig für das Funktionieren seien die -zigtausend Funktionäre, die tagtäglich in Österreich dafür arbeiten. Ehrenamtliche Tätigkeit sei in allen Bereichen der Bürgergesellschaft wichtig, aber im Sport gehe es ohne ihr nicht. "Wir können damit der Jugend das bieten, was Sport ist - nicht nur Bewegung, sondern auch Sinnfindung - und das richtige Lebensgefühl." Die Mitarbeiter und Trainer würden nicht nur trainieren und organisieren, sondern auch Werte wie Fairness, Toleranz und Teamgeist transportieren. Funktionäre seien unbezahlt, ehrenamtlich, freiwillig - und gerade deswegen unbezahlbar. Prokop führte in diesem Zusammenhang ein Rechenbeispiel an und ging dabei davon aus, dass jeder ehrenamtliche Sportfunktionär 150 Stunden im Jahr für seinen Verein arbeitet, - das sind nicht einmal drei Stunden pro Woche. Multipliziere man die 30 Millionen kostenlose Arbeitsstunden der 200.000 Sportfunktionäre mit sieben Euro, komme man auf eine Summe von 210 Millionen Euro, die hier mindestens laufend jedes Jahr zur Verfügung gestellt würden.

Prokop erinnerte zudem daran, dass sich bereits nach dem Zweiten Weltkrieg Menschen zusammengefunden haben, die im Trümmerfeld den Sport beleben wollten und damit auch Lebensmut gaben. "Auch daran gehört im heurigen Gedankenjahr gedacht, und es unterstreicht den Stellenwert des Sportes."

Prokop verwies in ihrem Referat auch auf den hohen Stellenwert des Sports in ihrem Ressort und die "Aushängeschilder" wie Alexandra Meissnitzer oder Strobl, die im bürgerlichen Beruf Gendarmen seien. Sie, Prokop, halte es für wichtig, Leistungssportlern im täglichen Dienst die Möglichkeit für sportliche Leistungen einzuräumen. Auch die Fitness der anderen Exekutivbeamten müsse aber gefördert werden. Das Innenministerium habe zudem eine Aufgabe in der Betreuung von Großveranstaltungen, beispielsweise kürzlich bei der Eishockeymeisterschaft. "Gerade Österreich hat hier eine gewaltige Reputation. Die Ausrichtung dieser gehe aber nur in Kooperation mit Funktionären und Ehrenamtlichen, schloss die Ministerin.

Weitere Impulsreferate zum "Erfolgsfaktor Engagement" kamen von Sabine Mayerhofer, Bezirksreferentin der Sportunion Salzburg, Stefan Herker, Präsident der Sportunion Steiermark und Mag. Fritz Smoly, Generalsekretär der Sportunion Österreich.
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