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SJÖ zu Zivildienst: Keine faulen Kompromisse mit der ÖVP!

Sozialdemokratie muss bei der Forderung nach 6 Monate für Alle bleiben

Wien (OTS) - Ludwig Dvorak, Vorsitzender der Sozialistischen
Jugend Österreich (SJÖ), fordert von der SPÖ das Beharren auf eine Zivildienstverkürzung auf 6 Monate. Von der gerüchteweisen Einigung von SPÖ und ÖVP auf 9 Monate hält Dvorak wenig. Er bekräftigt die Notwendigkeit einer absoluten Gleichstellung von Wehr- und Zivildienern. "Die Gleichstellung ist eine demokratiepolitische Notwendigkeit. Es ist nicht einzusehen, dass sich die Sozialdemokratie in die Geiselhaft der ÖVP begibt. Sollte keine Einigung zustande kommen, so liegt das an der Uneinsichtigkeit der Volkspartei. Die soll dann dem Verfassungsgerichtshof erklären, warum eine doppelt so lange Dienstdauer des Zivildienstes nicht dem Gleichheitsgrundsatz widerspricht. Für die SPÖ besteht keine Notwendigkeit umzufallen", so Dvorak am Freitag.

Zum Zivildienst für Frauen merkt Dvorak an, dass dies kein Thema sein kann: "Frauen leisten ohnehin schon mehr als 50% der gesellschaftlich notwendigen bezahlten und unbezahlten Arbeit. Dafür erhalten sie gerade ein Drittel der ausbezahlten Löhne. Statt die Erhöhung der Einkommensschere weiter zu forcieren sollte sich die ÖVP überlegen, wie sie zu schließen ist."

Dvorak fordert abschließend die Angleichung des Verpflegungsgeldes der Zivildiener mit dem der Wehrdiener auf 13,60 Euro pro Tag: "Die ÖVP versucht sich als die große 'Reformpartei' zu verkaufen. Tatsächlich erhält sie mit ihrem ungerechten Zivildienstmodell bestehende Ungerechtigkeiten, um junge Menschen als Billigstarbeitskräfte auszubeuten. Mit dem Vorschlag, die 2/3-Mehrheit für den Zivildienstbereich aufzuheben, ist die SPÖ der ÖVP mehr als genug entgegengekommen. Die Antwort der SPÖ auf taktische ÖVP-Spielchen darf nur lauten: Keine faulen Kompromisse mit der ÖVP!"

Rückfragen & Kontakt:

SJÖ
Wolfdietrich Hansen
Tel.: 01 523 41 23 oder 0699 19 15 48 04
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