Für ein kulturelles Europa: Finnland - Österreich

Stete Weiterentwicklung der Kulturbeziehungen; Tagung der Gemischten Österreichisch-Finnischen Kulturkommission

Wien (OTS) - Über Einladung des Bundesministeriums für auswärtige Angelegenheiten fand am 22. und 23. Juni in Wien die 8. Tagung der Gemischten Österreichisch-Finnischen Kulturkommission statt. Diese Gemischte Kommission wurde mit dem Abkommen zwischen der Republik Österreich und der Republik Finnland über kulturelle Zusammenarbeit aus dem Jahr 1978 geschaffen. Sie tritt seither in mehrjährigen Abständen zu Beratungen von Arbeitsprogrammen zusammen. Das letzte Arbeitsprogramm wurde im Jahr 2000 angenommen und läuft Ende Juni 2005 aus.

Das auf österreichischer Seite vom Bundesministerium für auswärtige Angelegenheiten zusammen mit Vertretern des Bundeskanzleramtes / Kunstsektion und dem Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur mit Finnland ausgearbeitete und neue Arbeitsprogramm für den Zeitraum 2005-2009 sieht eine Zusammenarbeit in den Bereichen Wissenschaft und Hochschulwesen, allgemein bildendes und berufsbildendes Schulwesen, Erwachsenenbildung und LehrerInnenfortbildung, des Sprachunterrichtes sowohl für Deutsch als auch für die finnische Sprache, auf den Gebieten der Literatur, des Bibliotheks- und Archivwesens, der bildenden Kunst, der Denkmalpflege, des Theaters, der Musik, des Tanzes, der Volkskultur und des Films vor. Eine weitere Zusammenarbeit wird in den Bereichen Jugend und Sport in Aussicht genommen.

Besondere Beachtung räumt das Arbeitsprogramm den Möglichkeiten der Zusammenarbeit im Rahmen von Institutionen der Europäischen Union wie etwa den Bildungsprogrammen SOKRATES (ERASMUS) und LEONARDO DA VINCI, ein. Auch der Erfahrungsaustausch im Rahmen der Bologna-Erklärung betreffend Reformen im Hochschulbereich soll verstärkt werden. Die Kooperation auf dem Gebiet der Bildungsstatistik, beispielsweise innerhalb des OECD-Projektes INES und PISA wird fortgesetzt, wobei beide Seiten Experten auf diesem Gebiet zu einer direkten Zusammenarbeit ermutigen.

Die Annahme eines Arbeitsprogramms zeigt, dass zwischen EU-Partnern weiterhin großes Interesse besteht, einerseits die bilateralen Kulturbeziehungen weiterzuentwickeln und andererseits die Zusammenarbeit in den EU-Institutionen zu vertiefen.

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