"Dicke Kinder" - SP-Klicka. "In Wien beginnt gesunde Ernährung bereits im Kindergarten!"

Fast-Food-Ministerin Rauch-Kallat ist die richtige Adresse für die Kritik der Wiener ÖVP

Wien (SPW-K) - "Mit einer Gesundheitsministerin Rauch-Kallat, die "Dreh und Trink"-Kampagnen und Werbung von Fast-Food-Ketten in Kindergärten befürwortet, hat die Wiener ÖVP eine Adressatin für ihre Kritik in den eigenen Reihen", reagierte heute die Vorsitzende des Wiener Gesundheitsausschusses Marianne Klicka auf eine Pressekonferenz der Wiener ÖVP zum Thema "Dicke Kinder. "Für die Stadt Wien ist die gesunde Ernährung von Kindern schon seit Jahren ein zentrales Thema!" ***

Bewusstseinsbildung werde bereits im Kindergarten-Alltag praktiziert. "Hier wird auf eine gesunde Ernährung Wert gelegt, die auch schmeckt. Die Speisen werden nach alters - und entwicklungsgerechten Grundsätzen unter Beiziehung einer Ernährungswissenschafterin konzipiert. Derzeit bieten die Menüs eine ausgewogene Ernährung mit einem Bio-Anteil von 50 Prozent, bei Milchprodukten sogar von 87 Prozent." Unterstützung gebe es auch von der Ernährungsakademie für PädagogInnen und AssistentInnen des Wiener Lebensmittel- und Ernährungsservice, wo Pädagoginnen in Hinblick auf gesunde Ernährung, Früherkennung von Essproblemen und Essstörungen bei Kindern ausgebildet werden. "An Wiener Schulen weist Mittags-Verpflegung bereits einen Mindest-Bio-Anteil von 30 Prozent auf. Stufenweise ist der Ausbau dieses Anteils auf mindestens 50 Prozent innerhalb von fünf Jahren vorgesehen." Wien habe auch eine Reihe von niederschwelligen Anlaufstellen und Angeboten zur Ernährungsinformation und betreibe zielgruppenorientierte Aufklärung, unter anderem im Wiener Netzwerk Gesundheitsförderne Schulen.

Darüber hinaus sei aber auch das Thema Bewegung von großer Bedeutung, so Klicka. "Im 2. Wiener Ernährungsbericht ist nachzulesen, dass sich das Ernährungsverhalten von Kindern und Jugendlichen tendenziell verbessert hat. Das gestiegene Übergewicht scheint daher eine Folge von Bewegungsmangel zu sein." Deshalb setzte Wien auch hier Initiativen: "Ab September 2005 werden Kurse für Pädagoginnen zum Thema Bewegungsfrühförderung angeboten. Derzeit befindet sich auch ein Kindergarten mit dem Focus Bewegung und Sport im Aufbau." Hinzuweisen sei auch auf die Aktionen "Bewegung findet Stadt", "athletics light" oder "Bewegtes Lernen" von Vizebürgermeisterin Grete Laska, wo 25.000 Kinder und Jugendliche jährlich zur Bewegung motiviert werden, so Klicka. "Von der für Schulen zuständigen ÖVP-Ministerin Gehrer wurde dagegen eine weitere Turnstunde gestrichen!"

Insgesamt könne es nicht sein, dass die Stadt allein für das Übergewicht von Kindern und Jugendlichen verantwortlich gemacht werde. "Es liegt natürlich auch in der Verantwortung der Eltern, hier als positives Vorbild zu wirken!" so Klicka abschließend. (Schluss)

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