Polizeigewerkschaft: "Chefreformer" Lang ist unwissend

Vorsitzender Pail: "Dieser Mann ist mehr als ungeeignet"

Wien (Polizeigewerkschaft/ÖGB) - Heftige bis wütende Proteste löste ein Interview des so genannten "Chefreformers" des Innenministeriums, Brigadier Franz Lang, in einer Wiener Tageszeitung zum umstrittenen Dienstzeitsystem bei der "Polizei-Neu" aus. Der Vorsitzende der Polizeigewerkschaft Franz Pail: "Lang hat Aussagen über den derzeitigen Schichtdienst gemacht, die einfach nicht stimmen. Dieser Mann ist mehr als ungeeignet."++++

Mit der Zusammenlegung von Gendarmerie, Polizei und Kriminalpolizei sollte auch ein neues Dienstzeitsystem eingeführt werden, welches vor allem in den Ballungszentren praktisch nicht durchführbar war. Nachdem vergangenes Jahr ein Probebetrieb bereits nach kurzer Zeit gescheitert ist, legte sich der damalige Innenminister fest: das alte System bleibt. Daran will sich die heutige Innenministerin nicht mehr halten.

Genau in dieser Zeit glänzt nun "Chefreformer" Lang mit Unwissenheit. Pail: "Es ist äußerst bedenklich und verwunderlich, wenn der Leiter eines Reformteams Aussagen über den Schichtdienst bei der Polizei tätigt, die mit dem tatsächlichen Ablauf nichts zu tun haben beziehungsweise in krassem Widerspruch stehen." Die Innenministerin fordert Pail auf, verstärkt mit der

Personalvertretung zu kooperieren.(ff) ÖGB, 23. Juni 2005 Nr. 406

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