Verwaltungszentrum Neu: Effizient und bürgernah

Grundsteinlegung in Klagenfurter Mießtalerstraße - Modernes Verwaltungsgebäude spart Kosten ein und schont die Umwelt - Auftragschancen für heimische Betriebe

Klagenfurt (LPD) - Noch mehr Bürgernähe in der Verwaltung, enorme Kosteneinsparungen und ideale Arbeitsplatzbedingungen für die Landesbediensteten. Das sollen der Bau des Verwaltungszentrums in der Klagenfurter Mießtalerstraße sowie des Technikzentrums in der Flatschacherstraße bringen. Heute, Donnerstag, wurde feierlich der Grundstein für das neue Verwaltungszentrum gelegt, das im Herbst 2007 fertiggestellt sein wird.

Landeshauptmann Jörg Haider strich neben der Effizienzsteigerung und Ökonomisierung in der Verwaltung vor allem die Wertschöpfung des großen Bauprojektes hervor. Wie bei allen öffentlichen Bauten würden auch beim Verwaltungszentrum die Aufträge primär an die heimische Wirtschaft gehen, erklärte er und verwies auf einen Beschäftigungseffekt von 300 Arbeitsplätzen. Das neue Gebäude werde zudem städtebauliche Impulse setzen, sagte Haider. So werde geprüft, ob am bestehenden Hochhaus ein Dachrestaurant mit Panoramablick über die Dächer Klagenfurts errichtet werden könne.

LHStv. Peter Ambrozy nannte in Bezug auf die Verwaltungskonzentration die Schlagworte "maximaleffizient und kostenoptimal". Er verwies auf den Einsparungseffekt des neuen Gebäudes, das außerdem optimale Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten des Landes bieten werde. Den Erfolg einer bürgernahen Verwaltung würden u.a. effiziente Abläufe und zufriedene Mitarbeiter ausmachen.

Landesamtsdirektor Reinhard Sladko sprach von einem höchst erfreulichen Moment und guten Tag für die Landesverwaltung. Er erwartet sich aus der Konzentration der einzelnen Behörden ein verbessertes Bürgerservice und eine Vorzeigeverwaltung in Österreich. Über das Projekt informierten Gerhard Freund und Johann Polzer von der Landesimmobiliengesellschaft (LIG). Polzer strich die "schöne, transparente, offene und klare Formensprache" des Gebäudes hervor, das somit die Ziele der Kärntner Verwaltung darstelle. Nach Fertigstellung des Baus werde das Regierungsviertel in neuem Lichte erstrahlen, meinte er.

Auf die zwei neuen Zentren werden insgesamt 27 einzelne Standorte der Kärntner Landesverwaltung konzentriert. Für die Bürger bedeutet dies ein Ende der Behördenrallyes, da dann alle Verwaltungsangelegenheiten bequem und einfach nach dem Prinzip des One-Stop-Shop erledigt werden können. Im Sinne der Verwaltungsreform werden sie als Kunden angesehen und schnell und kompetent aus einer Hand bedient.

Für die Errichtung und auch Finanzierung des 26,5 Millionen Euro-Bauprojektes Verwaltungszentrum zeichnet die LIG verantwortlich. Gebaut wird ein viergeschossiger, aus drei fingerförmigen Bürogebäuden bestehender Gebäudekomplex, der auch zwei Atriumhöfe mit Innengärten beinhaltet. Miteinbezogen werden die beiden bestehenden Gebäude - Hochhaus und Straßenbauverwaltung, die einer Generalsanierung mit sicherheitstechnischen und energetischen Schwerpunkten unterzogen werden. Eine zweigeschossige Tiefgarage wird zudem 152 Stellplätze bieten. Die Nettogeschossfläche des neuen Bürokomplexes mit 750 Arbeitsplätzen wird ca. 25.000 Quadratmeter betragen. Das Projekt des Architekturbüros Poos-Isensee ging aus einem EU-weiten Architektenwettbewerb hervor.

Neue Wege geht man beim Bau des Verwaltungszentrums mit einem durchdachten integralen Energiekonzept, das großes Augenmerk auf die Kyoto-Ziele legt. Es soll umweltschonend und mit geringst möglichem Energieeinsatz zu allen vier Jahreszeiten für ein optimales Raumklima in den Büros sorgen. Alleine bei den Heizkosten sollen im Vergleich zur derzeitigen Situation zwei Drittel eingespart werden. Innovativ ist auch die Raumkühlung unter Nutzung von Grundwasser.

Hervorzustreichen ist vor allem die hohe Wirtschaftlichkeit des gesamten Projektes. So fallen teure Fremdmieten weg und auch die Betriebskosten verringern sich massiv. Optimierte und bessere Betriebsvorgänge an den konzentrierten Standorten sorgen für weitere Einsparungen. Insgesamt werden in das Verwaltungs- und in das Technikzentrum rund 49 Millionen Euro investiert. Bereits im Jahr 2015 soll mit den beiden Zentren die Gewinnzone erreicht werden. Das heißt, die erzielten Einsparungen werden dann die Aufwendungen übersteigen.

Von der Verwaltungskonzentration profitieren außerdem die Kärntner Wirtschaft und heimische Betriebe. Durch möglichst kleine Ausschreibungsschritte (zwei Baustufen getrennt ausgeschrieben) und einzelgewerksweise Ausschreibung der Baumaßnahmen sollen ihnen gute Chancen im Vergabeverfahren eröffnet werden. Die Vergabe erfolgt zudem nach Bestbieterkriterien, wobei auch auf die Qualität des eingesetzten Schlüsselpersonals sowie auf die Beschäftigung von Lehrlingen und älteren Arbeitnehmern in den Firmen Bedacht genommen wird.

Für das zweite Großprojekt, das Technikzentrum in der Flatschacherstraße, sind derzeit die Planungsarbeiten im Laufen. Baubeginn dafür ist voraussichtlich im Herbst 2006, die Fertigstellung ist für Sommer 2008 vorgesehen. Im Technikzentrum sollen sämtliche Laboreinheiten des Landes, wie u.a. die Lebensmitteluntersuchungsanstalt oder die veterinär-medizinische Untersuchungsanstalt untergebracht werden.

Bei der heutigen Grundsteinlegung waren u.a. Landesrat Reinhart Rohr, Landtagspräsident Jörg Freunschlag, Klagenfurts Bürgermeister Harald Scheucher und sein Vize Mario Canori, Militärkommandant Generalmajor Gerd Ebner und Landespolizeidirektor Wolfgang Rauchegger anwesend.

(S E R V I C E: Infos unter: www.kaerntner-verwaltungszentrum.at) (Schluss)

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