Verband der Privatkrankenanstalten Österreichs: Patientenversorgung zu jeder Zeit gesichert

Patientenversorgung durch Privatkrankenanstalten jederzeit gesichert. Nächster Verhandlungstermin für 27. Juni vereinbart.

Wien (OTS) - Der Verband der Privatkrankenanstalten Österreichs verwehrt sich gegen die gestern in einer Aussendung der Ärztekammer für Wien aufgestellten Behauptung, wonach ein Scheitern der Verhandlungen zu "Engpässen in der medizinischen Betreuung der Patienten" führen könnte. "Die Versorgung der Patienten ist in jedem einzelnen unserer Mitgliedshäuser jederzeit gewährleistet. Für die medizinische Versorgung stehen die hausangestellten Ärzte, das Pflegepersonal und hochmodernes Equipment zur Verfügung", betont die Leiterin des Verhandlungsteams, Karin Risser.

Auch ist es für den Verband nicht nachvollziehbar, dass trotz der von der Ärztekammer in der Aussendung geschilderten "Brisanz" die Verhandlungen ehest möglich wieder aufzunehmen, ein Termin erst für den 27. Juni vereinbart werden konnte. "Wir sind optimistisch, dass die 1,5-jährige Verhandlungszeit nun ein konsensuales Ende findet. Ohne Vertragsunterzeichnung werden die einzelnen Wiener Häuser ab 1. Juli ihre individuellen Infrastrukturbeiträge einheben", so Risser.

Infrastrukturbeitragserhöhung berechtigt, nicht willkürlich
Im Rahmen der jüngsten Infrastrukturbeitrags-Verhandlungen zwischen dem Wiener Verhandlungsteam des Verbandes der Privatkrankenanstalten Österreichs und der Ärztekammer Wien wurde eine Erhöhung der Beitragszahlungen um durchschnittlich vier Prozent im heurigen Jahr gefordert. Damit hat der Verband von seiner Urforderung - einer Erhöhung um sechs Prozent und damit Anpassung an den in Wien üblichen Satz öffentlicher Spitäler von zwölf Prozent - Abstand genommen.

Eine Anhebung des Infrastrukturbeitrages um erwähnte vier Prozent ist darin begründet, dass

a) laufende Investitionen in modernste medizin-technische Ausstattung getätigt werden. b) Direktverrechnungsverträge durch kontinuierliche Investitionen in dem Maße gewährleistet werden, wie sie dem Anforderungsprofil der privaten Krankenversicherung entsprechen. c) die volle Vergütung der ärztlichen Honorare sichergestellt wird. d) die Belegärzte durch hausangestellte Ärzte, beispielsweise im Bereich der medizinischen Dokumentation, Versorgung der Patienten im Notfall, in der ärztlichen Routinetätigkeiten etc., unterstützt werden. e) die Administration der medizinischen Dokumentation (ärztliches Sekretariat) übernommen wird. f) die Belegärzte in Verrechnungsfragen und in strittigen Fällen mit den Versicherungen seitens der Privatkrankenanstalten beraten und unterstützt werden. g) die OP-Ausstattung, OP-Kapazität sowie die flexiblen OP-Zeiten der Privatkrankenanstalt auf die Anforderungen der Belegärzte und die Bedürfnisse Ihrer Patienten abgestimmt werden.

"Wir freuen uns, dass aus der Mitgliederbefragung klar hervorgegangen ist, dass der überwiegende Teil, nämlich 60 Prozent der befragten Ärzte, für eine Anhebung des Infrastrukturbeitrages gestimmt haben. Das zeigt uns, dass die Ärzte das Leistungsspektrum unserer Privatkrankenhäuser honorieren", erklärt Risser.

Somit gehe der Verband zuversichtlich in das finale Gespräch am 27. Juni, so Risser abschließend.

Rückfragen & Kontakt:

Karin Risser, MAS
Leiterin des Verhandlungsteams des Verbandes der
Privatkrankenanstalten Österreichs
Mobil: 0664/5571054
e-Mail: verwaltung@privatkrankenanstalten.at

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