Rack: Rhetorisches Feuerwerk ohne Funken der Einigkeit

Europäische Rhetorik hilft den Menschen nicht weiter

Brüssel, 23. Juni 2005 (ÖVP-PD) "Zwei glanzvolle Reden in zwei Tagen von zwei blendenden Rhetorikern. Und ein schlagender Beweis, warum Europa in einer tiefen Krise steckt. Bei dem vor den Europaabgeordneten abgebrannten rednerischen Feuerwerk des scheidenden Ratspräsidenten Juncker und des kommenden Präsidenten Blair war fast alles vorhanden: Die bestechende Analyse dessen, was nicht geht. Die faszinierende Vision dessen, was Europa sein soll. Das Feuerwerk hat nur ein kleines, unbedeutendes Element ausgeblendet: Es fehlt der berühmte Kleinste Gemeinsame Nenner dafür, wie man Europa in seiner schwierigen Situation ein paar konkrete Schritte voranbringen kann", sagte heute, Donnerstag, der steirische Europaparlamentarier Univ. Prof. Dr. Reinhard Rack in Brüssel. ****

"Wir haben in Europa derzeit blendende und mitreißende Europafestredner. Aufwühlend wird die Krise beschworen. Der gebannte Zuhörer schwankt zwischen Mitleid für den, der alles versucht hat und Zustimmung für den, der zu allem bereit gewesen wäre - langfristig. Den Menschen auf der Straße, an ihren Arbeitsplätzen, in den Schulen und Universitäten hilft diese Rhetorik aber nicht weiter", betonte Rack.

Die Bürgerinnen und Bürger in Europa brauchen möglichst rasch eine Einigung für die finanzielle Vorausschau. Diese notwendige Einigung ist kein Elitenprojekt, so komplex die einzelnen Themen und Zahlen auch sind. "Die langfristige Budgetplanung sichert das Geld für Forschung und Bildung, für Wettbewerb und Arbeitsplätze, für Landwirtschaft und Wirtschaft. Sie ist eine Handlungsgrundlage für die Mühen des europäischen Alltages. Und wir alle brauchen eine europäische Verfassung als Geschäftsgrundlage dafür, dass im Europa der 25 nicht bloß blendende Reden gehalten werden, sondern Entscheidungen getroffen werden", sagte Rack abschließend.

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