Anton Wildgans-Preis 2004 an Hans Raimund

Übergabe des mit 10.000 Euro dotierten traditionsreichen Literaturpreises der Industrie durch IV-GS Beyrer Wien (OTS) - Der Generalsekretär der Industriellenvereinigung, Mag. Markus Beyrer, überreichte gestern, Mittwoch, im Haus der Industrie den Anton Wildgans-Preis an den österreichischen Autor Hans Raimund. In seiner Begrüßung bezeichnete Beyrer den traditionsreichen Literaturpreis als deutliches Zeichen für die österreichische Gegenwartsliteratur und wichtigen Teil der gesellschaftspolitischen und kulturellen Verantwortung, die die heimische Industrie in diesem Land trägt.

Jurymitglied Dr. Marianne Gruber, Präsidentin der Österreichischen Gesellschaft für Literatur, zeichnete von Wildganspreisträger Raimund in ihrer Laudatio folgendes Bild: "Wäre es möglich, das Bild eines Menschen nachzuzeichnen, das ihn tatsächlich zeigte, sähe man Hans Raimund Klavier spielend, hörte ihn spielen und spürte, wie die Musik in die Sprache glitte, mit Rhythmus als Sinnträger, mit Tempowechseln und Pausen, den unaufgelösten Septakkorden der Sehnsucht, die seine Sprache prägen".

Die unabhängige Jury setzt sich aus der Präsidentin der Österreichischen Gesellschaft für Literatur, Dr. Marianne Gruber, dem Leiter des Brenner-Archivs an der Universität Innsbruck, Univ-Prof. Dr. Johann Holzner und dem Autor und Essayisten DDDr. Peter Marginter als Vorsitzenden zusammen. Der Preis ist mit 10.000 Euro dotiert und wurde im Jahr 1962 das erste Mal vergeben. Die Auszeichnung wird jährlich an einen österreichischen Schriftsteller oder eine Schriftstellerin der jüngeren oder mittleren Generation, "dessen Schaffen die abschließende Krönung noch erwarten lässt", verliehen. Der Anton-Wildganspreis wurde bisher u.a. an Thomas Bernhard, Ilse Aichinger, Ingeborg Bachmann, Ernst Jandl, Christoph Ransmayr, Brigitte Hamann, Michael Köhlmeier und Peter Rosei verliehen.

Der 1945 in Petzelsdorf bei Purgstall (NÖ) geborene Hans Raimund lebt in Wien und im Burgenland. Nach dem Studium der Musik, Anglistik und Geschichte folgte eine Anstellung als Gymnasiallehrer. Von 1984 bis 1997 war er als freier Autor und Übersetzer in Duino / Trieste tätig. Sein Werk umfasst Lyrik und Kurzprosa, sowie Übersetzungen u.a. von Gesualdo Bufalino. Zuletzt veröffentlichte er: "Du kleidest mich in Licht" (1994); "Strophen einer Ehe" (1995); "Porträt mit Hut" (1998); "Das Raue in mir. Aufsätze zur Literatur" (2001). Raimund ist unter anderem Preisträger des Georg-Trakl-Preises für Lyrik und des Würdigungspreises des Landes NÖ für Literatur.

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