VP-Korosec: Wiener Kinder werden immer dicker - und die Stadt ignoriert das Problem

Jedes 4. Kind in Wien ist übergewichtig

Wien (VP-Klub) - "Die Hartnäckigkeit, mit der die SP-Gesundheitsstadträtin das Thema Übergewicht bei Kindern ignoriert, verblüfft mich seit langem", meint die Gesundheitssprecherin der ÖVP Wien, LAbg. Ingrid Korosec. Dabei stellen zu dicke Kinder langfristig ein massives volkswirtschaftliches Problem dar: Zu dicke Kinder, das bedeutet zu dicke Erwachsene, zu dicke Erwachsene heißt Diabetes, Gefäßerkrankungen, Herzinfarkt, Stoffwechselerkrankungen und psychische Probleme.

In Wien leiden knapp 30 Prozent der Kinder und Jugendlichen an Übergewicht oder Fettleibigkeit, d.h. jedes 4. Kind ist zu dick. Die Ursachen dafür sind vielfältig: Die Bedeutung des Essverhaltens in der Familie oder die Zusammenstellung des Speiseplans sind in diesem Zusammenhang klar. Andere Ursachen wie Essen als Reaktion auf Angst, Stress und Frustration sind vielschichtiger und damit schwerer zu identifizieren. Nach Ansicht von Univ. Prof. Dr. Widhalm von der Abteilung für Ernährungsmedizin an der Kinderklinik im AKH fehlt in Wien eine fachübergreifende, multidisziplinäre Studie, die sich mit den Ursachen des Übergewichts und seiner Prävention und Therapie beschäftigt.

Gesundheitsstadträtin muss Programm zur Prävention und Behandlung endlich umsetzen

"Die Gesundheit der Kinder hängt von der rechtzeitigen Prävention ab, aber Wien setzt keine strukturellen Maßnahmen, entsprechend zu informieren und zu schulen", ärgert sich Korosec. "Es wäre so einfach über die Schulen und Kindergärten die meisten Kinder und Eltern zu erreichen." Sie fordert von den Verantwortlichen der SP-Stadtregierung, dass das bereits 2004 vom Landessanitätsrat empfohlene Programm zur Prävention und Behandlung des Übergewichts bei Kindern endlich umgesetzt wird.

Korosec: Unser Forderungskatalog an Gesundheitsstadträtin Brauner umfasst folgende Punkte:

· Maßnahmen in Kindergärten und Schulen zur Früherkennung und Vorbeugung. Alle betroffenen Berufsgruppen wie LehrerInnen und KindergärtnerInnen müssen für das Thema sensibilisiert und Ernährung muss zum Thema gemacht werden.

· Einrichtung eines Kompetenzzentrums mit multidisziplinärem Team (bestehend aus Ärzten, Psychologen, Diätassistenten und Sporttherapeuten), in dem von der Diagnose bis zur Therapie alle nötigen Schritte gesetzt werden.

· Beauftragung einer Studie, in der 3-18 Jährige aller sozialen Schichten bezüglich ihrer soziographischen Daten wie Familienstruktur, Eß- und Trinkgewohnheiten, Bewegungsverhalten erfasst werden.

· Fortbildungsprogramm für praktische Ärzte, Kinderärzte und Schulärzte.

· Vernetzung von Spitälern und Gesundheitseinrichtungen um optimale Betreuung zu erzielen.

Rückfragen & Kontakt:

ÖVP-Klub der Bundeshauptstadt Wien
Tel.: (++43-1) 4000 / 81 913
Fax: (++43-1) 4000 / 99 819 60
presse@oevp.wien.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | VPR0001