GdE, HTV und HGPD gründen neue Gewerkschaft

Verzetnitsch: "Gemeinsam in die Zukunft."

Wien (ÖGB) - Die Vorsitzenden der Gewerkschaften der Eisenbahner (GdE), Handel, Transport, Verkehr (HTV) und Hotel, Gastgewerbe, Persönlicher Dienst (HGPD) haben heute, Donnerstag, den 23. Juni 2005, einen Projektvertrag zur Neugründung einer gemeinsamen Verkehrs- und Dienstleistungsgewerkschaft unterzeichnet. Mit dieser Neugründung soll für Mitglieder, künftige Mitglieder und FunktionärInnen eine bessere Organisationsstruktur geschaffen werden. ÖGB-Präsident Fritz Verzetnitsch: "Ich freue mich über dieses erste Resultat der gewerkschaftlichen Allianz Infra."++++

ÖGB-Präsident Fritz Verzetnitsch betonte die grundsätzlichen Ziele des ÖGB bei der Zusammenarbeit und Kooperation der Gewerkschaften:
"Dabei geht es um bestmögliche Betriebsbetreuung, eine übergreifende Kollektivvertragspolitik und ein umfassendes Mitgliederservice." Die neue Gewerkschaft trage durch viele Synergien zu diesen Zielen bei. Die Gewerkschaftsbewegung sei nur dann erfolgreich, wenn sich die Mitglieder und FunktionärInnen mit dem eingeschlagenen Weg identifizieren könnten. Die Neugründung einer Verkehrs- und Dienstleistungsgewerkschaft sei das erste Resultat aus der gewerkschaftlichen Infra Gruppe, dieser Prozess werde sich durchsetzen: "Der beste Weg in die Zukunft ist jener, sie gemeinsam zu gestalten."

Der Vorsitzende der Gewerkschaft HTV, Willibald Steinkellner, wies darauf hin, dass die HTV schon immer die Zusammenarbeit mit anderen Gewerkschaften gesucht habe. Der HTV-Vorsitzende zur Neugründung:
"Wir haben uns zum Ziel gesetzt für Mitglieder, FunktionärInnen und künftige Mitglieder die Attraktivität zu steigern, um sie noch besser vertreten zu können." Rudolf Kaske, Vorsitzender der Gewerkschaft HGPD, verglich die Neugründung mit einer Patchworkfamilie und meinte:
"Wir haben unterschiedliche gewerkschaftliche Kulturen und gemeinsame Ziele. Alle können von allen profitieren." GdE-Vorsitzender Wilhelm Haberzettl, gleichzeitig Präsident der europäischen Transportarbeiterföderation (ETF), verwies auch auf den internationalen Aspekt dieser Neugründung: "Damit wird den Entwicklungen auf dem europäischen Dienstleistungs- und Verkehrsmarkt Rechnung getragen. Darüber hinaus wird dem Versuch der Bundesregierung, in Österreich über eine Zerschlagung der Bahn die Gewerkschaftsbewegung zu schwächen, eine deutliche gewerkschaftliche Antwort erteilt." Die neue Gewerkschaft vertritt neben den EisenbahnerInnen so unterschiedliche Berufsgruppen wie Beschäftigte im Handel, soziale Dienste, SanitäterInnen und Krankenhauspersonal, Sicherheitsdienste, HausbesorgerInnen, Reinigungspersonal, Tourismusbeschäftigte, persönliche DienstleisterInnen, sowie ArbeitnehmerInnen in den Bereichen Luftfahrt, Schifffahrt und BerufskraftfahrerInnen. Die neue Gewerkschaft wird mehr als 170.000 Mitglieder vertreten. Haberzettl, Kaske und Steinkellner werden sich im Vorsitz im Rotationssystem abwechseln.

ÖGB, 23. Juni
2005
Nr. 404

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