ARMUTSKONFERENZ: Sozialhilfeempfänger von e-card nicht ausschließen!

Der vereinfachter Zugang zu medizinischer Versorgung muss auch für die sozial Schwächsten gelten, deren Krankheitsrisiko dreimal höher als das der Durchschnittsbevölkerung ist.

Wien (OTS) - "Der vereinfachter Zugang zu medizinischer Versorgung muss auch für die sozial Schwächsten gelten, deren Krankheitsrisiko dreimal höher als das der Durchschnittsbevölkerung ist. Armut macht verletzlich. Armut macht krank.", appelliert DIE ARMUTSKONFERENZ an das Gesundheits- und Sozialministerium wie an die Länder, "Sozialhilfeempfänger vom Bezug der e-card nicht auszuschließen."

"Scham ist der ständige Begleiter von Armut. Eine Stigmatisierung, die Sozialhilfeempfänger bei Gesundheitsdiensten öffentlich kenntlich macht, ist für die soziale Integration nicht förderlich und einfach nicht notwendig.", so Sozialexperte Martin Schenk von der ARMUTSKONFERENZ. " Wir wissen aus der Armutsforschung, dass Einkommensschwache eine geringere Inanspruchnahme von Gesundheitsleistungen haben, obwohl sie sie stärker bräuchten. Niemand, der in einer schwierigen sozialen Situation krank ist, muss bloß gestellt werden."

"In der Gesundheitspoltik und Prävention wird einfach zu wenig Augenmerk auf die sozialen Lebensbedingungen gelegt, obwohl wir für Österreich wissen, dass mit fallendem Einkommen die Krankheiten steigen und die Lebenserwartung sinkt", fordert Schenk die zuständige Ministerien zu mehr Engagement auf.

"Der Ausschluss von SozialhilfeempfängerInn von der e-card zeigt, dass der Almosencharkter der Sozialhifle keine Zukunft hat. Satt Gnadenrecht braucht die Sozialhilfe eine moderne Orientierung an sozialen Grundrechten, die für alle gelten und Existenzsicherung garantieren.", so DIE ARMUTSKONFERENZ.

DIE ARMUTSKONFERENZ. - Österreichisches Netzwerk gegen Armut und soziale Ausgrenzung.
Wir betreuen und unterstützen im Jahr über 100 000 Hilfesuchende:

Autonome Österreichische Frauenhäuser, ArbeitslosensprecherIn Österreich, ARGE MigrantInnenberatung Österreich, ASB Schuldnerberatungen GmbH, Bildungshaus Salzburg St. Virgil, Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe, Bundesdachverband für Soziale Unternehmen, Caritas Österreich, Diakonie Österreich, Europäisches Zentrum für Wohlfahrtspolitik und Sozialforschung, Evangelische Akademie Wien, Forum Kirche und Arbeitswelt, Internationaler Versöhnungsbund / österreichischer Zweig, Katholischer Familienverband Österreichs, Katholische Frauenbewegung Österreichs, Katholische Sozialakademie Österreichs, Kolping Österreich, Netzwerk Österreichischer Frauen- und Mädchenberatungsstellen, Neustart, Bewährungshilfe, Konfliktregelung und soziale Arbeit, Österreichische Hochschülerschaft, Österreichische Plattform für Alleinerziehende, Österreichischer Berufsverband der Sozialarbeiterlnnen, Österreichischer Gewerkschaftsbund/ Frauenabteilung, pro mente austria, SOS Mitmensch, Volkshilfe Österreich, Wiener Hilfswerk, Regionale Armutsnetzwerke:
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