Junge Wirtschaft zu Firmenpleiten: Gründungen sind und bleiben Wachstumsmotor

Manche scheitern, aber viel mehr schaffen´s - Neue Unternehmen schufen 90.000 neue Jobs 2004

Wien (PWK481) - Die "andere Seite der Medaille" zu den heute vom Kreditschutzverband (KSV) vorgelegten Insolvenzzahlen zeigt die Junge Wirtschaft Österreich (JWÖ): "Niemand will etwas schönreden. Auch wir sehen die steigenden Konkurszahlen mit Besorgnis. Aber wir sind auch dagegen, dass die Lage krankgeredet wird. Die Gesamtzahl der Unternehmen in Österreich steigt ständig. Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache", sagt Bundesgeschäftsführer Rainer Ribing. So seien etwa die Insolvenzen von 1995 - 2004 um 20 Prozent gestiegen, die Zahl der Unternehmen jedoch um 34 Prozent. 2005 würden 7.000 Insolvenzen erwartet, allerdings auch wieder 30.000 Gründungen. 2005 werden voraussichtlich 21.000 Dienstnehmer ihren Job auf Grund von Firmeninsolvenzen verlieren. Allerdings: Insgesamt haben nach aktuellen Berechnungen des METIS-Instituts, die der JW vorliegen, die 2004 neu gegründeten Unternehmen 2005 direkt und indirekt fast 90.000 Arbeitsplätze geschaffen. "Der Saldo ist also eindeutig positiv und spricht für die Gründer. Neue Unternehmen sind der Motor für Wachstum und Jobs", so Ribing.

"Wir wehren uns gegen eine negative Grundstimmung im Land. Es gehört hier noch immer zum guten Ton, dem neuen Unternehmer mit der Geburtsurkunde auch gleich den Totenschein auszustellen. Das muss sich ändern, denn der Aufschwung beginnt in den Köpfen", macht Ribing klar. Natürlich könne nicht jede Gründung funktionieren. Manche scheitern, aber viel mehr schaffen den Sprung zum Unternehmertum, auch darüber müsse man reden, nicht nur über Pleite-Statistiken. "Was das Gründerland Österreich nötig hat, ist eine Mut-Injektion statt noch mehr Vollkasko-Denken. Denn sonst werden viele den Sprung nicht mehr wagen. Wirtschafts-Mikado - wer sich zuerst bewegt, hat verloren - brauchen wir nicht. Der Trend zeigt glücklicherweise in die Gegenrichtung. Alle, die das Risiko eingehen, verdienen volle Unterstützung - finanziell und mental", so Ribing. Einig seien sich JW und KSV bei der Tatsache, dass die Selbstständigenquote gesteigert werden muss. (RH)

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