Pruckner zur Sicherheit des peering point: "ÖMS betreibt unseriöse Aktion"

IT-Experten bestätigen: In sich geschlossenes Gesundheitsinformations-Netz sicherer als viele kleine dezentrale Netze

Wien (OTS) - Als "unseriöse Aktion auf der Basis falscher Tatsachen" hat der Obmann der Bundeskurie Niedergelassene Ärzte in der Österreichischen Ärztekammer (ÖÄK), Dr. Jörg Pruckner, die Behauptung des Präsidenten des Softwarehersteller-Verbandes ÖMS, Klaus Probst, zurück gewiesen, der peering point "durchlöchere" den Datenschutz.

Tatsächlich sei das in sich geschlossene zentrale Gesundheitsinformations-Netz sicherer als es mehrere kleine dezentrale Netze je sein könnten, erklärte Pruckner in einer Aussendung am Mittwoch. Dies sei auch von unabhängigen Sicherheitsexperten bestätigt worden. Die Österreichische Ärztekammer sei daher nicht bereit, den eingeschlagenen seriösen Weg zu verlassen und fordere daher alle Softwarehersteller auf, diesen mitzugehen.

Um die Sicherheit nachhaltig zu gewährleisten, beschäftigt die Österreichische Ärztekammer (ÖÄK) zwei unabhängige, gerichtlich beeidete Sicherheits- und Datenschutzexperten. Diese sind damit beauftragt, die IT-Sicherheit und auch den Datenschutz des Gesundheitsinformations-Netzes und des peering point zu überprüfen, staatlich anerkannt zu zertifizieren und laufend zu überwachen.

Einer der Experten für das Sicherheitsaudit der ÖÄK, DI Dr. Wolfgang Prentner, ein staatlich befugter und beeideter Ziviltechniker für Informationstechnologie und E-Government-Beauftragter der Bundeskonferenz der freien Berufe (BUKO), hat seinerzeit das elektronische Urkundenarchiv der österreichischen Notare mit Blick auf die IT-Sicherheit und den Datenschutz staatlich zertifiziert und kontrolliert dieses laufend. Bei einem Pressegespräch der ÖÄK gestern erläuterte Prentner, ebenso wie der zugezogene Experte für den Datenschutz, Kommerzialrat Hans-Jürgen Pollirer (u.a. Mitglied des Datenschutzrats beim Bundeskanzleramt), dass auch aus Expertensicht ein in sich geschlossenes zentrales Netz (Intranet), wie es mit dem neuen Gesundheitsinformations-Netz der Ärzte geplant sei, weitaus weniger potenzielle Angriffspunkte für mögliche Hacker biete als mehrere kleine, dezentrale Strukturen.

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