AUVA unterstützt 1. niederösterreichische Lehrlingsbaustelle

Liebnitz: Sicherheitstraining kann nicht früh genug beginnen

Wien (OTS) - Was Hänschen am Bau nicht lernt, lernt Hans nur mehr schwer. Je früher sich Jugendliche mit den Risiken ihres Handelns auseinander setzen, desto weniger Arbeitsunfälle passieren. Gerade die Berufseinsteiger zwischen 15 und 20 Jahren sind besonders von Arbeitsunfällen betroffen: ihr Unfallrisiko ist mehr als doppelt so hoch als das der Arbeitnehmer zwischen 25 und 60 Jahren. Bauarbeiter leben an sich schon mit der höchsten Unfallrate: am Bau passieren rund 23.000 Arbeitsunfälle pro Jahr. Das Modellprojekt "lehrlingsbaustelle" in Liebnitz bietet den Unfallverhütungsexperten der AUVA-Landesstelle Wien die einmalige Chance, Lehrlinge verschiedener Arbeitgeber von Anfang an mit den wichtigsten Arbeitnehmerschutz-Bestimmungen und Sicherheitsstandards vertraut zu machen. Ing. Robert Hausmann, AUVA-Außenstelle St. Pölten, ist mit der Einhaltung der strengen Sicherheitsauflagen sehr zufrieden.

Ing. Robert Hausmann, Bauexperte vom Unfallverhütungsdienst der AUVA-Außenstelle St. Pölten, hat die "lehrlingsbaustelle" in Liebnitz seit Herbst 2004 fünf Mal besucht. Er ist mit der Erfüllung der für Baustellen mit Lehrlingen strengeren Sicherheitsauflagen sehr zufrieden: "Es gab nur Kleinigkeiten, zum Beispiel nicht optimale Verkehrswege oder Übergänge, zu korrigieren. Die Lehrlinge werden von einem engagierten Polier betreut, der sich sehr um Sicherheitsfragen kümmert. Wenn Lehrlinge auf einer Baustelle eingesetzt werden, dann sind sie durch den Gesetzgeber besonders geschützt. Gefährliche Arbeiten zum Beispiel an Maschinen dürfen sie nur unter Aufsicht von Vorgesetzten durchführen. Ich hoffe, dass die Saat aufgeht, die Burschen Vorbildwirkung für ihre Kollegen und während ihrer Berufslaufbahn nie einen Arbeitunfall haben werden"

Zur Erinnerung an die Wichtigkeit, sich und andere vor Unfällen zu schützen, haben die Lehrlinge AUVA-Schutzhelme, Maßstäbe, aber auch schriftliche Informationen (Merkblätter) bekommen.

Die initiativehandwerk ist eine private Initiative zur Förderung der regionalen Bauwirtschaft, ihrer Attraktivität für Lehrlinge und als Arbeitgeber. Die wichtigsten Projekte sind die "bauherrenmappe" und die "lehrlingsbaustelle". Mit der "lehrlingsbaustelle" soll ein Meilenstein in der Fachkräfteausbildung für das Bauhaupt- und -nebengewerbe gesetzt werden. Der Spatenstich zur ersten niederösterreichischen Lehrlingsbaustelle, dem Wohn- u. Ferienpflegeheim Liebnitz, nahm Sonja Zwazl, Präsidentin der niederösterreichischen Wirtschaftskammer, am 24.Oktober 2004 vor. Bundeskanzler Dr. Wolfgang Schüssel wird in Liebnitz am Donnerstag, dem 23. Juni, zur Veranstaltung " 50 Jahre freies Österreich - wieder aufgebaut von heimischen Handwerkern" erwartet.

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