SCHÜSSEL: FAMILIENALLIANZ SOLL SICHERHEIT GEBEN UND WERTEORIENTIERT FÜR FAMILIEN EINTRETEN

Bundeskanzler bei der festlichen Konstituierung der Familienallianz im Parlament

Wien (ÖVP-PK) - Diese Familienallianz soll materielle Sicherheit geben, werteorientiert für Familien eintreten und die Wirtschaft ermutigen, auf dem Weg zu einer kinderfreundlichen Gesellschaft einen Beitrag zu leisten. Das sagte heute, Mittwoch, Bundeskanzler Dr. Wolfgang Schüssel bei der Festveranstaltung "50 Jahre FLAG - der österreichische Weg der Familienförderung" anlässlich der festlichen Konstituierung der "Familienallianz" im Parlament. Diese Regierung habe durch das Kindergeld und die verschiedenen Formen der Pensionsreform etwas in Bewegung gesetzt, was nicht selbstverständlich sei, erinnerte Schüssel daran, dass Österreich zum familienfreundlichsten Land in Europa gekürt wurde. ****

Der Familienfonds sei etwas absolut Einmaliges. 4,5 Prozent der Lohnsumme werden jährlich von Betrieben eingezahlt, um damit die Familien dauerhaft abzusichern. "Wir haben damit einen selbständigen autonomen Familienfonds, der ausschließlich den Familien gehört." Familienlobbies in anderen Ländern würden neidvoll auf diesen Fonds blicken, der dem politischen Zugriff und Konjunkturschwankungen entzogen sei.

"Mit diesem Familienfonds werden nicht nur die klassische Familienbeihilfe, das Kindergeld oder Mutterschaftsleistungen finanziert, sondern auch Leistungen, die für Österreich sehr viel Positives und Segensreiches bewirkt haben", verwies der Kanzler darauf, dass in Österreich vier Versuche der In-vitro-Fertilisation finanziert werden. "Durch diese einmalige Leistung erblicken jedes Jahr etwa 1000 Kinder zusätzlich das Licht der Welt", freut sich der Kanzler.

Diese Familienallianz sei wichtig, weil Familienpolitik niemals nur Geldpolitik sein könne. "Wir können noch so gute materielle Bedingungen anbieten, wir können uns keine Kinder kaufen. Eine kinderfreundliche Gesellschaft kann nicht nur durch materielle Anreize geschaffen werden." Diese würden zwar eine wichtige und notwendige Basis darstellen, um vor allem Mehrkindfamilien aus der Armutsfalle zu bringen, aber entscheidend sei auch ein Bekenntnis zu Ehe und Familie. Dort könne die meiste Sicherheit für Beziehungen und Kinder geboten werden. Es sei vielleicht "nicht modern, aber wichtig", darauf hinzuweisen und einen Anreiz für Ehe und Familien auszusprechen, - nicht vergessend, dass es auch andere Partnerschaften des Zusammenlebens gibt.

Es gehe bei der Familienallianz aber nicht nur um die Politik, sondern auch um die Wirtschaft. In Österreich werde es in zehn bis 15 Jahren eine Lücke auf dem Arbeitsmarkt geben, qualifizierte Männer und Frauen würden gesucht werden. Es sei schon jetzt die Aufgabe von vorausschauenden Personalmanagern, die Betriebe so zu gestalten, dass sie familienfreundlich sind und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf bieten.

Wichtig sei zudem, dass die Partnerschaft im Zentrum dieser Allianz stehe. Noch immer werde die Erziehung zu einem Großteil den Frauen übertragen. Auch eine Solidarität der Gesellschaft, der Politik, und der Institutionen, die eine echte Wahlfreiheit ermögliche, gehöre dazu. Zudem sei die Öffentlichkeit ein wichtiger Partner. Notwendig sei die Ermutigung in den Medien und in der Öffentlichkeit durch positive Beispiele und best practice-Modelle.

Die demografische Entwicklung und die Rücksicht auf die junge Generation könnte auch während der österreichischen EU-Präsidentschaft ein interessantes Thema sein, so der Kanzler abschließend.
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