AK: Ländlicher Raum braucht modernes Förderprogramm

Bvorzugt werden sollen Programme, die auch die Beschäftigung im ländlichen Raum sichern

Wien (OTS) - Förderprogramme, die auch die Beschäftigung im ländlichen Raum sichern, fordert die AK. Das Programm zur ländlichen Entwicklung, auf das sich die Agrarminister geeinigt haben, bezeichnet AK Agrarexpertin Maria Burgstaller in wichtigen Punkten als "Rückschritt gegenüber dem mutigen Kommissionsvorschlag" von vor zwei Jahren. "Der ländliche Raum kann nicht allein durch Agrarförderungen attraktiv gemacht werden", sagt Burgstaller, "es ist bedauerlich, dass die Mindestdotierung für Maßnahmen, die mehr Beschäftigung im ländlichen Raum bringen könnten, durch die einseitigen Interessen der Agrarminister geringer ausgefallen sind als geplant." Dabei wären diese Maßnahmen nicht nur für andere Sektoren, sondern auch für viele Bauern selber wichtig. "Trotz hoher Fördermittel schließen viele Höfe für immer ihr Stalltüren, können nicht alle Nachkommen am Bauernhof einen Arbeitsplatz finden. Da könnte das Programm zur ländlichen Entwicklung unterstützend wirken", sagt Burgstaller. Auch die Mittel für Investitionsförderun-gen waren zu Lasten anderer Interessen in der Vergangenheit zu knapp bemessen. Der Reformbedarf im österreichischen Programm für die ländliche Entwicklung ist jedenfalls groß. Minister Pröll will es bis Ende des Jahres finalisieren und zur Genehmigung nach Brüssel schicken. Wie aus den Vorarbeiten zum Programm bekannt ist, ist zu befürchten, dass auch das neue Programm bei weitem nicht den gesamten ländlichen Raum einschließt und überwiegend Zahlungen für agrarische Flächen beinhaltet. Die AK fordert daher: Die Förder-Programme müssen für alle Menschen im ländlichen Raum zugänglich sein, unabhängig von "Herkunft", Besitzstand oder Beruf. Bevorzugt werden sollen Programme, die die besten Beschäftigungswirkungen erzielen. Ökologische und soziale Bedingungen in den einzelnen Regionen müssen stärker berücksichtigt werden. Das nationale Förderprogramm muss maximal transparent und nachvollziehbar sein.

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