Andrea Breth in NEWS : Will "natürlich" ein Theater leiten.

Regie-Star über den "Tourismuskram" bei "Carmen" und ihre Zukunftspläne.

Wien (OTS) - Andrea Breth, die derzeit gemeinsam mit Nikolaus Harnoncourt Bizets "Carmen" für die "styriarte" erarbeitet, geht mit der bisherigen Aufführungspraxis dieser Oper hart ins Gericht: "Die Carmen lebt von irgendwelchen verquatschten, verquasten Traditionen. Sie ist völlig entstellt und keiner macht sich die Mühe anzukucken, was da steht. Carmen ist hochmodern", sagt sie in der morgen erscheinen Ausgabe der Zeitschrift NEWS. In der Zusammenarbeit mit Harnoncourt habe sie festgestellt, "dass die Oper extrem kühn ist, wenn man nicht diesen Tourismuskäse vor Augen hat".

Zum Abgang von Klaus Bachler vom Wiener Burgtheater sagt Breth im NEWS-Gespräch: "Wir wären dann ja sehr lange in Wien gewesen." ... "Was ich tue, wenn er weggeht, muss ich erst sehen." Auf die Frage, ob es sie reizen würde, ein Theater zu leiten, sagt Breth in NEWS:
"Natürlich, denn ich habe viele Schauspieler, an denen ich hänge und umgekehrt. Aber wir überlegen uns sehr genau, was wir gemeinsam tun oder nicht tun. Man kann sich auch woanders treffen." Ob sie in Österreich bleibe, hänge auch davon ab, wie sich das Land politisch entwickelt: "Offensichtlich gibt es in diesem Land eine Reihe von seltsamen Menschen, die das Recht haben, sich sehr rechtsextrem zu äußern."

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