Schabl: Aushungerungskurs der Krankenkassen hat erste Folgen für PatientInnen

Zusatzleistungen bei Heilbehelfen, Kieferregulierungen, Zahnersatz und Sehbehelfen werden zurückgenommen

St. Pölten, (SPI) - "Der Aushungerungskurs der Krankenkassen durch Zuschusskürzungen und Zwangskredite hat erste dramatische Auswirkungen für die PatientInnen. Wenn die Niederösterreichische Gebietskrankenkasse mit 1. Juli 2005 viele Zusatzleistungen bei Heilbehelfen, Kieferregulierungen, Zahnersatz und Sehbehelfen zurücknimmt, so ist dies vor allem auf die Untätigkeit der Bundesregierung zurückzuführen. Eine Sicherung des Gesundheitswesens fand nicht einmal in Ansätzen statt, außer Personalrochaden ist auf Bundesebene nichts passiert", so Niederösterreichs Gesundheitsreferent Landerat Emil Schabl zu den angekündigten Leistungsrücknahmen der NÖGKK.****

Der Grund für die gestiegenen Defizite bei den Krankenkassen ist nicht nur die anhaltend hohe Arbeitslosigkeit, sondern auch die demographische Entwicklung. Bereits über 30 Prozent der Versicherten der NÖGKK sind PensionistInnen, die ärztliche Leistungen und Medikamente naturgemäß viel öfters in Anspruch nehmen. "Statt endlich die notwendigen Mittel für das Gesundheitswesen aufzubringen, setzt das ÖVP-Gesundheitsministerium mit Ministerin Maria Rauch-Kallat nun die Krankenkassen unter Druck. Die ÖVP drängt auf eine völlige Streichung aller noch freiwilligen Kassenleistungen. Hier wird der finanzielle Druck des Gesundheitswesens völlig auf den Schultern der PatientInnen abgelegt. Ältere Menschen, Familien mit Kindern, ja auch chronisch Kranke und Behinderte werden hier zur Kasse gebeten -gerade also jene, die es sich am wenigsten leisten können", so Schabl abschließend.
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