Lapp zu Rechnungshofausschuss: Seipel auch als Unirat rücktrittsreif!

Ungereimtheiten an der Akademie der bildenden Künste

Wien (SK) Bei der heutigen Sitzung des Rechnungshofausschusses forderte SPÖ-Abgeordnete Christine Lapp den Rechnungshof auf, auch die Akademie der bildenden Künste zu prüfen. Der Rektor dieser über die Grenzen Österreichs hinaus bekannten Universität sprach in einem Interview von massiven finanziellen Problemen. Alleine bei den Mieten würden 200.000 Euro fehlen. Als erste Sparmaßnahme wird ausgerechnet einer jener Lehrgänge aufgelassen, der die AbsolventInnen besonders gut für ihren weiteren Lebensweg vorbereitet hatte: das Unterrichtsfach Textiles Gestalten wird im Sommersemester 2008 ersatzlos auslaufen. Diese Maßnahme wurde gegen die Empfehlung des Senats (in dem ProfessorInnen, Studierende und der Mittelbau vertreten sind) durch den Rektor und den Unirat beschlossen, kritisierte Lapp. ****

Auch der Direktor des Kunsthistorischen Museums, Wilfried Seipel, ist Mitglied des Unirates der Akademie der bildenden Künste. Aus unserer Sicht ist er auch in dieser Eigenschaft rücktrittsreif, betonte die SPÖ-Abgeordnete.

Die SPÖ hat in der heutigen Sitzung des Rechnungshofs diesbezüglich eine umfangreiche parlamentarische Anfrage eingebracht. Rund um die finanziellen Probleme der Universität und der oben genannten Entscheidung tauchen einige brisante Fragen auf. So soll der Rektor seinen MitarbeiterInnen verboten haben, mit den Uniräten zu sprechen. Darüberhinaus wurde bekannt, dass die frühere Direktorin (sie trat ihre Stelle nach einer internationalen Ausschreibung im Jahr 2002 an), eine hochqualifizierte Juristin, seit 17 Monaten (!) bei vollen Bezügen freigestellt ist. Für die Akademie daher bis zum beutigen Tag Gehaltszahlungen in der Höhe von 51.900 Euro angefallen sind für die keinerlei Leistung erbracht wurde.

Die finanziellen und personellen Vorgänge der Akademie der Bildenden Künste müssen raschest aufgeklärt werden. Ein erster Schritt ist die Beantwortung der parlamentarischen Anfrage durch die zuständige Ministerin Gehrer. Eine detaillierte Rechnungshofprüfung wäre der wünschenswerte nächste Schritt, schloss Lapp.

Gerne senden wir Ihnen die Parlamentarische Anfrage per mail oder Fax. Frau Karin Schilling, Tel: 401 10 3570 oder karin.schilling@spoe.at (Schluss) ps/mm

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