Rieder: Spatenstich für Autobus-Garage Leopoldau

Moderne Großgarage wird mit 50 Millionen realisiert. Neues Wiener Linien Garagenkonzept setzt auf drei zentrale Großgaragen

Wien (OTS) - Finanz- und Wirtschaftsstadtrat Vizebürgermeister Dr. Sepp Rieder gab am Donnerstag den Startschuss für den Bau der neuen Wiener Linien-Autobusgarage in Floridsdorf. Rieder nahm den Spatenstich gemeinsam mit Bezirksvorsteher Ing. Heinz Lehner und Wiener-Linien-Chef Dipl.-Ing. Günter Steinbauer vor. Errichtet wird die neue Großgarage auf dem nördlichen Areal des Gaswerkes Leopoldau. Insgesamt werden Stellplätze für 180 umweltfreundliche flüssiggasbetriebene Wiener Linien-Busse samt Werkstätten, Waschanlage, Flüssiggastankstelle und Flüssiggastanklager geschaffen. In das Projekt investieren die Wiener Linien rund 50 Millionen Euro. Schon im Frühjahr 2007 wird die Garage eröffnet. Dann werden von hier aus 550 BuslenkerInnen im Schichtbetrieb mit ihren Bussen auf die Strecken vor allem in den beiden bevölkerungsreichen Bezirken Floridsdorf und Donaustadt geschickt. 140 weitere Mitarbeiter finden in den Werkstätten und 50 weitere in der Verwaltung ein neues berufliches Zuhause.

Ab 2007: Konzentration auf drei Wiener Linien-Garagenstandorte

"Der Neubau der Garage Leopoldau ist Teil des neuen Garagenkonzeptes bei den Wiener Linien, das eine Konzentration auf drei moderne und zentrale Busgaragen vorsieht. Dazu zählen neben der Garage Leopoldau, die jetzt neu gebaut wird, auch noch die bereits bestehende Garage bei der Spetterbrücke in Ottakring und die Rax-Garage im 10. Bezirk", erklärt Finanz- und Wirtschaftsstadtrat Vizebürgermeister Dr. Sepp Rieder.****

Mit der Fertigstellung der Eröffnung der Garage Leopoldau im Jahr 2007 wird dann die in den 50er Jahren gebaute Busgarage in der Vorgartenstraße aufgelöst, da eine Adaptierung dieser rund mehr als 50 Jahre alten Garage in dem mittlerweile äußerst dicht besiedelten Gebiet mangels Erweiterungsflächen nicht mehr möglich ist. Geschlossen wird auch die relativ kleine Busgarage in Grinzing, deren Busse und Mitarbeiter in die Garagen Spetterbrücke und Leopoldau übersiedeln werden.

"Ab 2007 verfügen die Wiener Linien dann somit über drei Garagen mit insgesamt rund 500 Stellplätzen, die sich auf dem neuesten Stand der Technik befinden. Das Konzept der drei zentralen Garagen verbessert für die Mitarbeiter der Wiener Linien die Arbeitsbedingungen und die Wiener Linien profitieren von der höheren Wirtschaftlichkeit. Pro Jahr werden durch die Realisierung des neuen Garagenkonzeptes rund 1,8 Millionen Euro eingespart", so Rieder weiter.

Busgarage mit 20.000 Quadratmeter Nutzfläche

Die neue Garage in Floridsdorf besteht aus drei zentralen Gebäudekomplexen mit einer Nutzfläche von 20.000 m2. Im Hauptgebäude befinden sich Abstellhalle, Servicehalle, Nebenräume und Räume für den Verwaltungsbereich. Im zweiten Gebäude ist die Energieversorgung untergebracht. Außerdem wird eine Flüssiggastankstelle mit angegliedertem Flüssiggaslager errichtet, natürlich in den erforderlichen Sicherheitsabständen zueinander.

Ein technisches Meisterstück ist die Dachkonstruktion der Abstellhalle. Sie ist aus Stahl gefertigt und in fünf Schiffe untergliedert. Die Halle wird vom Licht durchflutet. Dafür sorgen zwei nach außen hin offene Hallenseiten, und große Dachfenster lassen das Tageslicht von oben ein. Die Werkstatt-Halle besteht aus vier Bereichen: Der Einfahrtshalle mit anschließender Waschstraße im Westen, einem überwiegend zweigeschossigen Lager und Werkstattbereich und der eigentlichen Reparaturhalle. Die Belichtung erfolgt auch hier über Dachfenster und zusätzlich durch eine verglaste Ostfassade.

Im Norden werden die beiden Hallen über den Verwaltungsbereich miteinander verbunden, der sich wie ein Rückgrat über die dazwischen liegende Durchfahrt spannt. Im Erdgeschoss entstehen hier Büros und im Obergeschoss werden Garderoben, Schulungs- und Aufenthaltsräume untergebracht.

Eckdaten zum Bau der neuen Garage Floridsdorf

o Grundstücksfläche: 62.000 Quadratmeter
o Nutzfläche: 20.000 Quadratmeter
o 8.000 Kubikmeter Beton werden verbaut
o 800 Tonnen Eisen werden zur Bewehrung verwendet
o 700 Tonnen Stahl werden für konstruktive Elemente verwendet
o Die einzelnen Gebäude sind bis zu 150 Meter lang
o Insgesamt werden 160.000 Kubikmeter Raum umschlossen
o 80.000 Kubikmeter Erde werden bewegt

Ausgeklügeltes Verkehrskonzept sorgt für reibungslose Zu- und Abfahrt der Busse

Ein ausgeklügeltes Verkehrskonzept rund um die neue Betriebsgarage sorgt für eine schonende Zu- und Abfahrt der Busse. Der Autobusverkehr wird klar vom Individualverkehr getrennt. Eine eigene Zufahrtsstraße - die Katharina Scheiter-Gasse - im Norden des Areals wird bereits gebaut. Sie wird die Hauptzufahrt zur neuen Betriebsgarage werden. Die Parkplätze für die Personenkraftfahrzeuge der Mitarbeiter sind im östlichen Bereich des Verwaltungsgebäudes angesiedelt.

Umgeben ist die Garage von einer Grünanlage mit Bäumen und Sträuchern, die nach Fertigstellung der Bauarbeiten angelegt wird.

Ombudsmann während der Bauzeit kümmert sich um Anliegen der Bürger

Wie bei anderen großen Bauprojekten der Wiener Linien wird auch während des Baus der neuen Autobus-Betriebsgarage ein eigener Ombudsmann als Anlaufstelle für Anrainer und interessierte Bürger zur Verfügung stehen. Der Ombudsmann für alle Anliegen der Bürger rund um die Busgarage Leopoldau ist Dipl.-Ing. Kresimir Jukic, der bei den Wiener Linien unter der Telefonnummer: 7909-65150 erreichbar ist.

Wiener Linien Bus-Flotte: 483 umweltfreundliche Flüssiggasbusse - Flotte wird auf Niederflurbauweise umgestellt

Die Busflotte der Wiener Linien besteht aus 483 Bussen, die pro Jahr rund 29,6 Millionen Kilometer auf 81 Linien zurücklegen. Alle Busse fahren mit Flüssiggas. Die Wiener Linien verfügen damit über eine der umweltfreundlichsten Busflotten der Welt. 80 Prozent der gesamten Busflotte sind heute schon Fahrzeuge in Niederflurbauweise. Spätestens bis Ende 2007 wird die gesamte komplette Busflotte auf Niederflurtechnik umgestellt sein. Rund 70 Fahrzeuge im Wert von rund 25 Millionen Euro werden dazu in den beiden nächsten Jahren angeschafft. Seit Ende 2004 bewährt sich auch der neue Kleinbus der Wiener Linien - eine Spezialanfertigung eines burgenländischen Unternehmens - in der Praxis auf der Linie 3A. Schritt für Schritt werden diese mit Flüssiggas betriebenen Niederflur-Fahrzeuge die derzeitigen Midibusse in der Wiener Innenstadt ersetzen. Die neuen Kleinbusse verfügen über 17 Sitz- und 10 Stehplätze und über eine Klimaanlage. (Schluss) gat

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