Heinisch-Hosek zu Rauch-Kallat: Reform der Zuverdienstgrenze ist für Frauen und Männer attraktiv

Wien (SK) "Die Blockadepolitik der Frauenministerin bei der Reform der Zuverdienstgrenze ist mir unverständlich. Gerade ein Anheben, beziehungsweise Streichen der Grenze wäre sowohl für Frauen als auch für Männer attraktiv - und es ist finanzierbar!", sagte SPÖ-Frauensprecherin Gabriele Heinisch-Hosek am Mittwoch gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. Sie bezieht sich auf die heute in der "Presse" veröffentlichten Aussagen Rauch-Kallats bei einer Enquete über Frauenbeschäftigung und Frauenpensionen in Graz. "Rauch-Kallats Befürchtungen, dass '100.000 Väter' nach einer Reform der Zuverdienstgrenze Kindergeld beziehen werden, ohne die Arbeitszeit einzuschränken und etwas für die Kinder zu tun, scheinen mir doch sehr überzogen und nicht stichhaltig. Vor allem vor dem Hintergrund, dass durch das Modell der Regierung Selbständige und Bauern ohne jede Sicherheit, ob sie auch selbst das Kind betreuen, Kinderbetreuungsgeld beziehen können." ****

"Ich würde mir von Rauch-Kallat erwarten, dass sie weniger die vermeintliche Gefahr sieht, dass unzählige Väter das Kindergeld ungerechtfertigt beziehen könnten, sondern sich als Frauenministerin mit den Chancen für die Frauen auseinandersetzt, die eine Reform bringen würde", so Heinisch-Hosek. Die SPÖ-Frauensprecherin verwies in diesem Zusammenhang auf das "Kindergeld Plus"-Modell der SPÖ. Konkret soll es die Zuverdienstregelung nur mehr dann geben, wenn die Arbeitszeit nicht reduziert wird; wird die Arbeitszeit um zumindest zwei Fünftel verringert, soll die Zuverdienstgrenze fallen. "Das würde nicht nur vielen Frauen ermöglichen, in der Babypause mit einem Bein im Beruf zu verbleiben, ihre Karrierechancen zu wahren und trotzdem Kindergeld zu beziehen, sondern würde auch vielen Vätern eine Karenzierung ermöglichen, ohne dass das Familieneinkommen inakzeptabel absinkt", so Heinisch-Hosek abschließend. (Schluss) up

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