Generalversammlung der NÖ Gebietskrankenkasse

1,4 Mrd. Euro für die Gesundheit

St. Pölten (OTS) - 1,4 Milliarden Euro hat die NÖ Gebietskrankenkasse im Jahr 2004 für die Gesundheit ihrer Kunden aufgewendet. Das bedeutet, dass pro Anspruchsberechtigtem durchschnittlich Euro 1.293,-- für Leistungen ausgegeben wurden.

Die Generalversammlung der NÖGKK beschloss am 21. Juni 2005 den Rechnungsabschluss des Vorjahres mit einer Unterdeckung von 52 Mio. Euro. Dazu NÖGKK-Obmann KR Gerhard Hutter: "Gerade in Niederösterreich haben wir mit speziellen Strukturproblemen zu kämpfen, vor allem mit unterdurchschnittlichen Beiträgen und einer unerfreulichen Entwicklung des Versichertenstandes." Konkret: Die Beiträge pro Erwerbstätigem lagen im Jahr 2004 um Euro 42,-- unter dem Österreichschnitt. Dies bedeutet bei rund 432 000 Erwerbstätigen Mindereinnahmen von mehr als 18 Mio. Euro. Punkto Versichertenstand der NÖGKK ist die Gruppe der Erwerbstätigen mit 0,3 % nur marginal gewachsen, während die Gruppe der Pensionisten (mit einer Unterdeckung zwischen Beitragseinnahmen und Leistungsausgaben von 394 Mio. Euro) um 1,6 % gewachsen ist und die Arbeitslosen sich gar um 11 % vermehrt haben. Letztere Gruppe reißt insoferne ein tiefes finanzielles Loch, weil die Beiträge per Gesetz pauschaliert und auf dem Stand von 2001 eingefroren wurden. Hutter: "In der Zwischenzeit haben wir 10 000 Arbeitslose mehr - für die wir selbstverständlich die Leistungen zur Verfügung stellen, aber keine Beiträge bekommen. Allein im Jahr 2004 fehlen uns hier 15 Mio. Euro."

"Die NÖ Gebietskrankenkasse sichert jede notwendige medizinische Behandlung - unabhängig von Einkommen und Alter", betont Obmann Hutter. Der von der Generalversammlung beschlossene Rechnungsabschluss wies allein für ärztliche Hilfe Ausgaben von 361 Mio. Euro, für Anstaltspflege und Hauskrankenpflege 365 Mio. Euro und für Heilmittel 344 Mio. Euro aus. Deutlich gesenkt werden konnten die Ausgaben für Verwaltung, die nur mehr 2,5 % der Gesamtaufwendungen betragen. Rechnet man das aktuelle Defizit auf den einzelnen Anspruchsberechtigen um, so fehlen Euro 4,-- pro Monat.
Für die kommenden Jahre werden weitere Gebarungsabgänge prognostiziert. Für 2005 wird mit einem Abgang von 48 Mio. Euro gerechnet. Bei unveränderter Ausgabenentwicklung wird für 2006 ein Defizit von 75 Mio. Euro und für 2007 ein Fehlbetrag von mehr als 90 Mio. Euro erwartet.

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