ÖGB-Leutner sieht Reformbedarf bei Familienlastenausgleichsfonds

Derzeitige FLAF-Finanzierung muss überdacht werden

Wien (ÖGB) - "Die Finanzierung des Familienlastenausgleichsfonds (FLAF) liegt im Argen. Das seit Jahren bestehende Defizit des FLAF wird durch die derzeitige Stagnation am Arbeitsmarkt, den Vollausbau des Kindergeldes sowie die Einnahmenausfälle durch die Steuerreform und die geplante Finanzierung der Ersatzzeiten für Kinderbetreuung im Rahmen der Pensionsreform in den kommenden Jahren noch größer", sagt Dr. Richard Leutner, Leitender Sekretär im ÖGB. Den derzeitigen FLAF-Finanzierungsmodus bezeichnet Leutner als "problematisch". Der ÖGB fordert, dass auch Selbstständige und Landwirte zur Finanzierung des FLAF beitragen - derzeit erfolgt die Finanzierung nur über die Einkommen der unselbstständig Erwerbstätigen.++++

Ein weiterer Kritikpunkt ist für Leutner die Prioritätensetzung des FLAF: Während ein Großteil für das Kinderbetreuungsgeld aufgewendet wird, fließen zu wenig Mittel in die Vereinbarkeit von Beruf und Familie. "Wenn es nicht bald ein Umdenken bezüglich des Finanzierungsmodus gibt, dann wird der FLAF sicher nicht, wie angekündigt, 2008 aus dem Defizit herauskommen und weiterhin rote Zahlen schreiben", so Leutner abschließend. (bm)

ÖGB, 22. Juni
2005
Nr. 395

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