Karosseriebauer setzen auf Aus- und Weiterbildung

Neuer Innungsmeister regt regionale Kooperationen an: "Betriebe müssen kalkulieren lernen"

Wien (PWK477) - "Wir dürfen nicht stehen bleiben, wenn wir Bestand haben wollen!", betont der neue Bundesinnungsmeister der Karosseriebauer Arthur Clark. Mit einem neuen Ausbildungsprogramm will Clark auf zukünftige Anforderungen reagieren. "Wir dürfen nicht am heutigen Stand der Technik stehen bleiben, wenn wir auch in Zukunft bestehen wollen." Derzeit werde ein Schulungskonzept ausgearbeitet, dieses soll sich vorwiegend an Karosseriebautechniker mit abgelegter Gesellenprüfung richten. Schon im Herbst 2005 könnte mit ersten Lehrgängen auf "dringenden Handlungsbedarf" reagiert werden. Clark betont die langfristige Ausrichtung des Programms, die etwa durch einen Bildungspass abgesichert werden könnte: "Wir müssen ein System aufbauen, das über eine Funktionsperiode hinaus bestand hat."

Clark unterstreicht, dass von zusätzlichen Bildungsmaßnahmen auch die Versicherungswirtschaft profitieren würde: "Gut ausgebildete Mitarbeiter können schneller arbeiten." Die Innung bekenne sich zu "seriös ermittelten Stundensätzen", weise jedoch pauschale Kritik zurück.

Angesichts "eindeutig kleiner gewordener Margen" betont Clark die Bedeutung der betriebsinternen Kalkulation: "Viele Betriebe werden ein weitere Verschlechterung der Ertragslage nicht überleben, wenn sie nicht kalkulieren." Eine mögliche Antwort auf wirtschaftliche Herausforderungen liege in regionalen Kooperationen mit Kollegen, in Ballungsräumen seien diese "schon durch die Auflagen für Lackierereien" empfehlenswert.

"Wir werden uns dafür einsetzen, dass jeder Kollege für seine Arbeit gerecht entlohnt wird," so Clark im Hinblick auf "gewisse Gruppierungen in der Versicherungswirtschaft". Während die Zusammenarbeit im Lack- und Karosseriebeirat "zufrieden stellend" verlaufe, würden diese immer wieder Auseinandersetzungen provozieren:
"Hier sind wir als Funktionäre gefordert, die Tatsachen aufzuzeigen."

Mit Informationsveranstaltungen will die Bundesinnung der Karosseriebauer auf die zunehmende bürokratische Belastung reagieren. Zwar würden die mit den zuletzt erlassenen Vorschriften zum Explosionsschutz verbundenen Kosten "einen gewissen Rahmen nicht sprengen", über die Umsetzung soll im Herbst aber eine Tagung in Salzburg informieren.

Wenig Konkurrenz für klein- und mittelständische Unternehmer sieht Clark in neuen Lackier- und Spenglereizentren: "Wir sehen an aktuellen Beispielen, dass diese Betriebe kaum auf Endkunden ausgerichtet sind". Die geographische Struktur begünstige kleine Werkstätten, trotz aktueller Herausforderungen erscheine damit die Zukunft der knapp 1.000 Mitgliedsbetriebe gesichert: "Zu Tode gefürchtet ist auch gestorben." (us)

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