ÖBB: Kardinal Schönborn segnet die neue Super-Lok TAURUS 3

Neue Technik, neue Möglichkeiten: ab 2006 erweitert die nächste TAURUS-Generation die Grenzen Österreichs

Wien (OTS) - Mit der neuen Lok-Generation in der Flotte der ÖBB wird ein weiterer Schritt bei der Errichtung eines grenzenlosen Bahnverkehrs auf den Schienen Europas gesetzt. TAURUS 3 verfügt über technische Systeme, die erstmals einen europaweiten Einsatz von strombetriebenen Lokomotiven möglich machen. Die erste Lok der neuen TAURUS 3-Serie wird heute, Mittwoch, von Christoph Kardinal Schönborn in einer gemeinsamen Feier von Erzdiözese Wien und ÖBB vor ihrem Start in Österreich gesegnet.****

Europa wächst zusammen
"Die neue Taurus-Lokomotive könnte etwas wie ein Symbol für die Aufgabe Österreichs im neuen Europa sein: Unser Land in der Mitte des Kontinents hat eine besondere Berufung, die Europäer aus West und Ost, aus Süd und Nord miteinander in Kontakt zu bringen", so Christoph Kardinal Schönborn.

"Wir werden mit dieser Lok in alle unsere Nachbarländer noch bessere, noch kundenorientiertere und noch effizientere Schienenverkehre sowohl im Güter- wie auch im Personenverkehr anbieten können und uns im Sinne unserer Kunden mühsame und zeitaufwendige Lokwechsel an den Staatsgrenzen ersparen", so Martin Huber, Vorstandssprecher der ÖBB-Holding AG im Rahmen der Segnungsfeier am ÖBB-Standort Wien Floridsdorf. "Wir leisten mit 50 Stück der neuen Lok einen entscheidenden Beitrag, die Interoperabilität im europäischen Bahnverkehr nicht nur technisch, sondern auch praktisch herzustellen", so der ÖBB-Chef.

Mit Technik Grenzen überwinden
In den letzten 150 Jahren haben sich in den einzelnen europäischen Ländern eine Vielzahl von technischen Systemen im Bahnverkehr entwickelt, die heute im grenzüberschreitenden Verkehr Hürden bilden. Unterschiedliche Stromsysteme sind dabei eine der schwierigsten Themen. In den letzten Jahren hat die europäische Eisenbahnindustrie in enger Anstimmung mit Bahngesellschaften wie den ÖBB die Entwicklung von neuen technischen Lösungen vorangetrieben, um rasche Lösungen im Sinne der Kunden erreichen zu können.

Mit der TAURUS 3 ist jene technische Antwort gefunden, die diese Hürde meistert und damit maßgeblich zum Abbau von Grenzen im europäischen Bahnverkehr beiträgt. Die neue Lok findet sich - als Mehrsystem-Lok konzipiert - mit allen drei gängigen technischen Standards im Bahnverkehr zurecht. Sie kann daher in Ländern eingesetzt werden, deren Schienennetz wie in Österreich und Deutschland mit 16,7 Hertz Wechselstrom ausgerüstet sind, aber auch in Ungarn und Teilen der Slowakei und Tschechiens mit einer Bahnstromversorgung mit 50 Hertz Wechselstrom. Fit ist TAURUS 3 des weiteren auf den Bahnstrecken, wo Züge mit Gleichstrom anstatt mit Wechselstrom versorgt werden, wie in Italien, Slowenien, der östliche Teil der Slowakei und der Norden Tschechiens. TAURUS 3 verfügt damit über ein umfassendes technisches Equipment und setzt mit seiner übrigen Ausstattung und seinem Leistungsprofil den erfolgreichen Weg der TAURUS-Hochleistungs-Loks fort.

Die ÖBB haben 50 Stück der 230 km/h schnellen Lokomotive bestellt. Ab 2006 wird sie im grenzüberschreitenden Planverkehr eingesetzt. Die Endfertigung und die Zulieferung einzelner Komponenten betreiben die ÖBB in ihren eigenen Werkstätten selbst. Bis 2007 werden sich alle Loks dieser Bauart in die Flotte der ÖBB eingereiht haben.

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