Broukal: SPÖ strikt gegen Aufnahmeprüfungen an den Unis

Regierung muss Vorrang für österreichische MaturantInnen garantieren

Wien (SK) "Erst monatelang den Kopf in den Sand stecken und jetzt unter Zeitdruck Ho-Ruck-Lösungen anpeilen. So kann man mit den Problemen der Universitäten nicht umgehen", sagte SPÖ-Wissenschaftssprecher Josef Broukal. "Die SPÖ verlangt, dass alle österreichischen Studierenden im kommenden Studienjahr an den Unis aufgenommen werden." Sollte der Europäische Gerichtshof tatsächlich in Deutschland abgewiesene Studenten an Österreichs Unis zulassen, dann müssten neue Studienplätze her, sagte Broukal am Mittwoch gegenüber dem Pressedienst der SPÖ. ****

Hektik, Eile und "Sachzwang" seien ausschließlich von der ÖVP geschaffen. Nach dem Urteilsantrag des Europäischen Generalanwalts hätten sofort politische Lösungen gefunden werden müssen. Aber weder Bundeskanzler Schüssel noch Bildungsministerin Gehrer seien bisher in Europa tätig geworden. Falls der EuGH dem Urteilsantrag folgt, würden nach "Plan B" von Bildungsministerin Gehrer schon in diesem Sommer tausende MaturantInnen von den Universitäten abgewiesen werden. Soweit dürfe es nicht kommen, betonte Broukal.

Die SPÖ lehnt den Plan der ÖVP ab, den Universitäten den Schwarzen Peter zuzuschieben. "Erst beim Geld kurz halten, dann bei den Investitionen hängen lassen, und ihnen dann großzügig das 'Recht' einräumen, österreichische Studienanfänger abzuweisen, das ist zu wenig", so Broukal.

Die SPÖ verlangt von der Regierung:

- Ausweitung der Studienplätze, so dass alle österreichischen Studienanfänger an den Unis unterkommen.

- Mehr Geld für die Unis, so dass diese mehr Studienplätze anbieten können.

- Sofortige Aufnahme von politischen Gesprächen in der EU mit dem Ziel, eine für Österreich verträgliche Lösung zu finden.

"Die SPÖ ist für eine Kürzung des Studienangebots für österreichische MaturantInnen nicht zu haben", sagte Broukal. "Wir wollen nicht glauben, dass die EU gegenüber der Tatsache blind und taub sein sollte, dass ein kleines Land nicht zehntausende in ihrem Heimatland abgewiesene Studierwillige aufnehmen kann. Aber versuchen muss man es zumindest! Wir fordern Bundeskanzler Schüssel auf, in Brüssel tätig zu werden und eine politische Lösung des Problems durchzusetzen." (Schluss) se

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