VIER PFOTEN: BSE-Fall Warnsignal

BSE-Fall zeigt Labilität des Systems der tierischen Lebensmittel-Produktion

Wien (OTS) - 22.06.2005: Laut Tierschutzorganisation VIER PFOTEN zeigt der neue BSE-Fall - nach diversen Schweinemast- und Futtermittelskandalen - einmal mehr, wie labil das System der Erzeugung tierischer Lebensmittel ist. Nachdenklich stimmt, dass der betroffene Bauernhof nach bisherigen Informationen der Inbegriff der bäuerlichen Idylle ist. Die Tierschützer bedauern, dass anscheinend sogar an diesem Bergbauernhof den Tieren mit Kraftfutter zu zusätzlichen Wachstum verholfen wurde.

VIER PFOTEN betont, dass es sich bei den von der EU eingeführten verpflichtenden BSE-Kontrollen nur um Stichproben-Untersuchungen handelt, die an Tieren mit mehr als 30 Monaten durchgeführt werden. "Auch wenn die BSE-Zahlen europaweit stark rückläufig sind, sollte der aktuelle BSE-Fall den Entscheidungsträgern zu denken geben. Zwingend ist für uns Tierschützer deswegen die Weiterführung der strengen Testauflagen. Gerade dieser BSE-Fall, in einem von den EU-Behörden als sehr sicher eingestuften Land wie Österreich, sollte auch in Brüssel die Alarmglocken schrillen lassen", warnt Andreas Sax, Kampagnenleiter von VIER PFOTEN.

Die am Montag publik gewordenen Pläne des für Gesundheit und Verbraucherschutz zuständige EU-Kommissar Markos Kyprianou, die BSE-Kontrollen zu lockern, sollten sich lt. VIER PFOTEN nun mit dem in Österreich bekannt gewordenen Fall erledigt haben. "Der aktuelle Fall in Österreich und die jährlich hundert weiteren Fälle in Europa rechtfertigen in keinem Fall eine Aufhebung der Sicherheitsbestimmungen. Dafür ist das System industrieller Tierhaltung definitiv zu labil und die Gefahr des unverantwortlichen Umgangs mit Tierfutter offensichtlich auch bei weitem noch nicht gebannt", so die Organisation.

Einmal mehr zeigt sich, dass nur eine artgerechte Ernährung von Nutztieren, d.h. der Verzicht auf Kraftfutter und Tiermehl, Sicherheit für das Tier und auch für den Konsumenten bieten kann. "Wir von VIER PFOTEN treten für eine Landwirtschaft ein, die tiergerechte und ökologisch verträgliche Nutztierhaltung praktiziert und damit die gewünschte Sicherheit vom Stall bis zum Teller garantiert", erklärt Andreas Sax, Kampagnenleiter von VIER PFOTEN.

Rückfragen & Kontakt:

Mag. Monika Kehrer, Pressesprecherin
+43 (0)664 308 63 03

Mag. Andreas Sax, Kampagnenleiter VIER PFOTEN
+43(0)664 504 39 14

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | VPF0001