• 21.06.2005, 14:51:51
  • /
  • OTS0218 OTW0218

Stadt Wien und Bund gemeinsam für Lärmschutz

Lärmschutzwände beim Bahnhof Wien Nord/Hellwagstraße: Steigerung der Lebensqualität für über 6.000 AnrainerInnen

Wien (OTS) - Einen neuen Vertrag im Rahmen des Projekts
"Schalltechnische Sanierung von Eisenbahn-Bestandsstrecken in Wien"
haben am Dienstag Verkehrsminister Hubert Gorbach, Umweltstadträtin
Ulli Sima, sowie Karl Knapp und Gilbert Trattner von der
ÖBB-Infrastruktur Bau Aktiengesellschaft unterschrieben. Konkret ist
damit im Bereich Bahnhof Wien Nord/Hellwagstraße an der
Schnellbahn-Stammstrecke die Realisierung einer Lärmschutzwand und
die Förderung von Lärmschutzfenstern für 1.096 Fenster bei 45
Wohngebäuden gesichert. Die geplante Lärmschutzwand wird rund 1,9 km
lang und zwischen 1,5 bis 2,5 Meter hoch sein. Die Gesamtkosten
dieses weiteren Teilprojektes zur Lärmsanierung an Schienenstrecken
betragen 1,872 Mio. Euro und werden zu 50% vom Bund und zu 50% vom
Land Wien getragen.****

"Zum Wohle der Anrainer von Bahnstrecken wurden bis in das Jahr
2004 österreichweit 212,5 Mio. Euro in Lärmschutzmaßnahmen entlang
von Eisenbahn-Bestandstrecken investiert. Diese Erfolgbilanz werden
wir auch in Zukunft fortsetzen" sagt Vizekanzler Hubert Gorbach. "Der
Stadt Wien ist Lärmschutz ein zentrales Anliegen, diese Maßnahmen
erhöhen die Lebensqualität für 6.000 WienerInnen", freut sich
Umweltstadträtin Ulli Sima.
Unterzeichnet wurde der Vertrag heute am Bahnhof Leopoldau, an dem
bereits erfolgreich Lärmschutzmaßnahmen für die AnrainerInnen
realisiert wurden.

MA 22 informiert AnrainerInnen über Förderungen

Die Durchführung und Abwicklung der heute unterzeichneten
Projekte erfolgt seitens der ÖBB-Infrastruktur Bau
Aktiengesellschaft. Die Realisierung steht im direkten Zusammenhang
mit dem Umbau Bahnhof Wien Nord und dem Streckenumbau bis zur
Traisengasse, die in zwei Phasen durchgeführt werden. Die Phase 1
betrifft den Bahnhof Wien Nord mit der Bahnhofsoffensive und ist bis
zur Fußball EM 2008 zu realisieren. Dementsprechend wird dort auch
die Lärmschutzwand mit einer Länge von 397 Meter zuerst fertig
gestellt werden. Die Phase 2 betrifft den Bereich vom Bahnhof Wien
Nord bis zur Hellwagstraße, der von 2007 bis 2010 realisiert wird.

Informationen zur Fensterförderung werden von der Wiener
Umweltschutzabteilung - MA 22 in den kommenden Wochen an die
betroffenen AnrainerInnen zugesandt. Für die Abwicklung der Anträge
ist ein Zeitraum von sechs Jahren, 2005 bis 2011, vorgesehen.

Bund und Stadt Wien ziehen in Sachen Lärmschutz in Wien an
einem gemeinsamen Strang

Bund und Stadt Wien ziehen in Sachen Lärmschutz an
Eisenbahn-Bestandsstrecken in Wien an einem gemeinsamen Strang. In
einem Übereinkommen zwischen Bundesministerium für Verkehr,
Innovation und Technologie und der Stadt Wien aus dem Jahr 2001 haben
sich die beiden Projektpartner verpflichtet, gemeinsam die Errichtung
von Lärmschutzwänden und den Einbau von Lärmschutzfenstern
durchzuführen. Jährlich werden dabei rund je 1,8 Mio. Euro von Bund
und Land Wien, vertreten von der Wiener Umweltschutzabteilung MA
22, für die schalltechnische Sanierung von Eisenbahn-Bestandsstrecken
zur Verfügung gestellt.

Das Projekt "Schalltechnische Sanierung von
Eisenbahn-Bestandsstrecken in Wien" erfolgt etappenweise. Sowohl für
die Planung als auch für die Durchführung der einzelnen
Lärmschutzmaßnahmen müssen zwischen Bund, dem Land Wien und der
ÖBB-Infrastruktur Bau AG Einzelverträge abgeschlossen werden. Saniert
wurden bzw. werden Teilstrecken an der Westbahn, der Südbahn, der
Schnellbahn Stammstrecke und der Nordbahn im Bereich Leopoldau.

In welcher Reihenfolge die ausgewählten Strecken saniert werden,
hängt von der entsprechenden Lärmbelastung und der Anzahl der
betroffenen Menschen ab. AnrainerInnen, die in dicht besiedelten
Gebieten leben und besonders hohem Bahnlärm ausgesetzt sind, kommen
früher "zum Zug". Diese Prioritätenreihung wird von den
MitarbeiterInnen der Wiener Umweltschutzabteilung mit Hilfe des
"Schienenlärmkatasters" festgelegt. Diese Datenbank der MA 22 enthält
alle Informationen über Lärmbelastungen entlang der
ÖBB-Schienenstrecken in Wien.

Bisher gemeinsam realisierte Lärmschutzmaßnahmen Stadt
Wien/Bund

In Wien-Penzing wurde bereits im April 2002 eine 400 Meter lange
und bis zu 5 Meter hohe hochabsorbierende Lärmschutzwand im Bereich
Blindenwohnheim in nur wenigen Monaten Bauzeit fertig gestellt.

Im Bereich Bahnhof Leopoldau wird seit Dezember 2003 an der
Errichtung einer Lärmschutzwand gearbeitet, kombiniert mit der
Vergabe von Förderungen für über 400 Lärmschutzfenster bei insgesamt
45 Wohngebäuden. Mit dem Projekt wird für über 1.300 AnrainerInnen
der stark frequentierten Nordbahnstrecke zwischen Wien und
Bernhardsthal eine spürbare Lärmentlastung geschaffen. Das
Gesamtprojekt wird voraussichtlich im September 2005 abgeschlossen
sein.

Im August 2004 wurden von Bundesminister Hubert Gorbach und
Umweltstadträtin Ulli Sima neue Verträge zur Durchführung von
Lärmschutzmaßnahmen für weitere Wohngebiete an Schienenstrecken
unterschrieben, die im Zeitraum 2005 bis 2007 realisiert werden:

o An der Westbahnstrecke Bereich Johnstraße und Bahnhof Penzing
und an der
o Südbahnstrecke Penzing - Wien Matzleinsdorf im Bereich
Siebenbrunnengasse/Kliebergasse werden Lärmschutzwände errichtet
und Förderungen für Lärmschutzfenster angeboten.
o Beim Nordwestbahnhof im Bereich Taborstraße werden die bereits
bestehenden Lärmschutzwände bis zum Bereich Stromstraße
verlängert. Auch hier ist eine Fensterförderung vorgesehen.
o An der Donauuferbahn im Bereich Reichsbrücke bis Meierei
straße/Wehlistraße ist für die AnrainerInnen eine
Fensterförderung vorgesehen.

Zusätzlich zu diesen Durchführungsverträgen wurde im August des
Vorjahres auch ein Planungsvertrag unterzeichnet, der die Grundlage
für weitere Sanierungsstrecken schafft. Für die bereits ausgewählten
Streckenabschnitte an der West,- Süd- Ost und Nordbahn sowie an der
Vorortelinie werden lärmtechnische Untersuchungen in Auftrag gegeben,
die Möglichkeiten und Bedarf schalltechnischer Sanierungen prüfen.
(Schluss) vor

Rückfragehinweis:

PID-Rathauskorrespondenz:
   http://www.wien.at/vtx/vtx-rk-xlink/
   Mag. Anita Voraberger
   Büro der Umweltstadträtin
   Büro: 4000/81353
   Handy: 0664/165 86 55
   mailto:vor@ggu.magwien.gv.at
   Mag. Christine Lackner
   Pressesprecherin 
   Kabinett des Vizekanzlers
   Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie
   Minoritenplatz 3
   1014 Wien
   Tel:  +43 (1) 53115 - 2142
   Fax: +43 (1) 53115 - 2133
   mailto: christine.lackner@bmvit.gv.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NRK

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel