• 21.06.2005, 13:40:55
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Leitl bei Parlamentspräsident Borrell: "EU braucht Wachstum und Jobs, um Akzeptanz der Bürger zu sichern"

Europaparlament wichtiger Partner für mehr Jobs und Wachstum in Europa

Wien (PWK473) - "Die Europäische Union wird nur dann auf die
Unterstützung der Bürgerinnen und Bürger zählen können, wenn sie ihre
Versprechen in puncto Wachstum und Beschäftigung einhält", sagte
Christoph Leitl, Präsident der Europäischen Wirtschaftskammern
EUROCHAMBRES und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) heute,
Dienstag, in Brüssel bei einem Arbeitsgespräch mit dem Präsidenten
des Europäischen Parlaments, Josep Borrell. "Es gibt derzeit in
Europa nichts wichtigeres als die Pflicht, für mehr
Wirtschaftswachstum und mehr Jobs zu sorgen", betonte Leitl.

Borrell und Leitl waren sich einig über die Notwendigkeit einer
EU-weit abgestimmten Wachstums- und Beschäftigungspolitik, in die
alle Mitgliedstaaten, aber auch alle EU-Institutionen eingebunden
sind. Der Parlamentspräsident unterstrich dabei ausdrücklich auch die
wichtige Rolle der Kammern.

Bei dem Treffen ging es darüber hinaus um mögliche Auswege aus der
tiefen Krise, in die Europa nach der zweifachen Ablehnung der
europäischen Verfassung und dem Scheitern der Finanzverhandlungen für
2007 bis 2013 gestürzt ist. Nicht eine Rückkehr zu alten
Nationalismen, sondern ein Neustart und eine neue Vision für Europa
seien notwendig, betonte Leitl. "Europa muss sich jetzt zwischen zwei
Modellen entscheiden: dem angelsächsischen Modell eines lockeren
Wirtschaftsverbands oder dem kontinentalen Modell einer politischen
Union und eines Bundesstaats." Klar sei, so Leitl, dass nur die
zweite Option es der EU erlaube, Herausforderungen wie die
Globalisierung erfolgreich zu bewältigen. Sowohl Leitl als auch
Borrell sprachen sich deshalb für eine weitere Vertiefung der
europäischen Integration aus.

Der Wirtschaftskammer-Chef mahnte zudem, "unverzüglich einen
echten Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern über Sinn und Zweck der
EU zu starten. Ohne Dialog gibt es kein Wissen über Europa und ohne
Wissen kein Verständnis für Europa, wie wir in den letzten Wochen
schmerzlich erfahren mussten". Als einzige direkt von der Bevölkerung
gewählte EU-Institution komme dem Europäischen Parlament dabei eine
zentrale Rolle zu. "Im Rat fehlt es derzeit ganz offensichtlich an
der notwendigen politischen Leadership, um Europa vorwärts zu
bringen. Das Parlament, das wie niemand sonst in der EU eine Brücke
zwischen den Bürgern und der europäischen Ebene darstellt, muss diese
Lücke füllen." (SR)

Rückfragehinweis:
Wirtschaftskammer Österreich
EU-Büro
Sabine Radl
Tel.: 0032474472594
http://wko.at/Presse

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