Gradwohl zu Grillitsch: "Wer im Glashaus sitzt, soll nicht mit Steinen werfen"

EU-Agrarförderung: ÖVP spielt seit Jahren mit gezinkten Karten

Wien (SK) "Wer im Glashaus sitzt, soll nicht mit Steinen
werfen." Mit diesen Worten reagierte SPÖ-Landwirtschaftssprecher Heinz Gradwohl am Dienstag auf die Vorwürfe von Bauernbund-Präsident Grillitsch, wonach die SPÖ bei der Diskussion über EU-Agrarförderungen auf Falschinformation setze. "Wenn jemand auf Falschinformation setzt, dann ist das der ÖVP-Bauernbund, mit der Konsequenz, dass die heimischen Bauern bereits Notwehrmaßnahmen ergreifen", so Gradwohl gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. Es sei "völlig absurd und nachweislich falsch", dass die SPÖ gegen das Umweltprogramm ÖPUL und die Bergbauernförderung eintritt. Ganz im Gegenteil: Die SPÖ stehe voll hinter diesen Programmen, so Grawohl. Er verwies darauf, dass es damals einer SPÖ-geführten Regierung gelungen sei, ein Förderprogramm festzulegen, in dem die besonderen Gegebenheiten der österreichischen Landwirtschaft Berücksichtigung fanden. ****

Der SPÖ-Landwirtschaftssprecher unterstrich weiters, dass SPÖ-Vorsitzender Alfred Gusenbauer völlig zu Recht eine Neuverteilung der EU-Fördermittel fordere. Der ÖVP warf Gradwohl vor, hier seit Jahren "ein Spiel mit gezinkten Karten" zu betreiben. "Die ÖVP tut in der Öffentlichkeit immer so, als wolle sie die kleinen Bauern schützen. Dabei hat die bisherige EU-Agrarpolitik dazu geführt, dass es immer weniger Kleinbauern gibt, weil das Geld vor allem in eine überbordende Agrarindustrie fließt", machte der SPÖ-Abgeordnete deutlich. Hätte die ÖVP auf die Warnungen der SPÖ gehört, dann wäre auch die gesellschaftliche Akzeptanz für die Anliegen der Bauern höher. "Nachdem die ÖVP jedoch die fehlgeleitete EU-Politik der letzten Jahre massiv unterstützt hatte, bröckelt diese Akzeptanz immer mehr", so Gradwohl abschließend. (Schluss) ps

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