Stadlbauer: Nachhilfeunterricht in Sachen Frauenpolitik für Rauch-Kallat und Haubner

Wien (SK) "Frauen in Österreich sind die Verlierinnen der Pensionskürzungsreform und sie sind die Hauptbetroffenen der steigenden Arbeitslosigkeit. Daher ist es mehr als vermessen, wenn Haubner und Rauch-Kallat heute zu einer Diskussion mit dem Titel "Frauenbeschäftigung und -pensionen: was ist gute, was ist beste Praxis?" laden, erklärte heute Nationalratsabgeordnete und SPÖ-Bundesfrauengeschäftsführerin Bettina Stadlbauer gegenüber dem SPÖ Pressedienst. ****

"Ich kann den beiden Ministerinnen nur raten, ausnahmsweise von ihrem hohen Ross herabzusteigen und den Tatsachen ins Auge zu sehen. Bei den Pensionen haben Frauen mehrfach verloren. Der längere Durchrechnungszeitraum bedeutet große Einbußen, Frauen sind von der Frühpension ausgeschlossen. Die Bewertung der Kindererziehungszeiten ist keineswegs ausreichend und die Schwerarbeiterregelung sperrt Frauen faktisch aus. Schließlich bedeuten die niedrigeren Einkommen der Frauen niedrigere Pensionen", so Stadlbauer. Zum Thema Arbeitslosigkeit falle Rauch-Kallat nichts besseres ein, als zu behaupten, sie wäre gar nicht so schlimm.

"Das ist weder gute, noch beste Praxis, sondern letztklassig", so Stadlbauer. "Wenn Rauch-Kallat und Haubner tatsächlich von Schweden lernen wollen, dann kann das nur bedeuten, dass sie sich von der frauenfeindlichen Politik der Regierung endlich verabschieden."

Bei einer Diskussion in der Diplomatischen Akademie habe Rauch-Kallat gestern wieder ihren Stehsatz - "Sie widerspreche nur ungern einem Mann" - eingebracht. "Diese Frauenministerin gebärdet sich wie eine blutige Anfängerin, die von Frauenpolitik noch nie etwas gehört hat. Aber ich frage mich, was die Konsequenz für schlechte Praxis in der Frauenpolitik ist? Ich hoffe die Konferenz gibt auch auf diese Frage eine Antwort", so Stadlbauer abschließend. (Schluss) se/mm

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