Moser zu ATX-Rekord: Grassers neue ökonomische Seifenblase

Kein Zusammenhang zwischen realer Wirtschaftssituation und der Entwicklung an der Wiener Börse

Wien (SK) "Ich kann leider keinen Zusammenhang zwischen dem heute verkündeten ATX-Rekord und der realen wirtschaftlichen Entwicklung in Österreich erkennen", stellte SPÖ-Wirtschaftssprecher Johann Moser Donnerstag nach der Jubelmeldung von Finanzminister Grasser zur Entwicklung an der Wiener Börse fest. Es sei zwar grundsätzlich positiv, wenn sich der ATX als Messzahl für die an der Börse notierten Gesellschaften gut entwickelt, eine großartige Wirtschaftspolitik, wie Grasser es glauben machen will, ist damit aber nicht verbunden, so Moser. ****

Denn die Wirtschaftsforschungsinstitute nehmen bereits ihre Konjunkturprognosen zurück, die Arbeitslosenzahl ist weiterhin am Steigen und die Investitionen gehen nach wie vor zurück. "Was haben rund 300.000 Arbeitslose davon, dass sich der ATX auf einem Rekordhoch befindet", so Moser. Der SPÖ-Wirtschaftssprecher befürchtet hinter diesem hohen Wert eine "Seifenblase". Denn der hohen Nachfrage stehen zu wenige Unternehmen an der Börse gegenüber. "Es ist durchaus möglich, dass die Wiener Börse Objekt von internationalen Spekulationen wird", gibt Moser zu bedenken.

Der SPÖ-Politiker weist auf die künstlich hoch gefahrene Nachfrage an der Börse hin, die nicht zuletzt durch die massive Förderung der 3. Säule in der Altersvorsorge verursacht wird. "Es ist leider zu befürchten, dass der ATX-Rekord nichts weiter als ein Kunstgebilde ist", so Moser. Die Unternehmen machen ihre Sachinvestitionen auch nicht vom ATX abhängig, sondern von der Kaufkraft der Konsumenten. "Diese Kaufkraft leidet nach fünf Jahren Wirtschafts- und Finanzpolitik à la Grasser und Schüssel enorm. Die Menschen haben nach über 50 Belastungsmaßnahmen kein Geld in der Tasche und die Klein- und Mittelbetriebe haben das Nachsehen", so Moser.

Für Moser sind die Jubelmeldungen Grassers zur Wiener Börse "typische Analysen eines Schmalspurökonomen". "Das Hoch auf der Wiener Börse ist leider kein Erfolg der Wirtschaftspolitik dieser Regierung", schloss Moser. (Schluss) ns/vs

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