Land spart bei Telefonkosten in Krankenhäusern

Sobotka: Medizinischer Fortschritt durch Effizienzsteigerung

St. Pölten (NLK) - Landesrat Mag. Wolfgang Sobotka informierte heute in St. Pölten über die aktuellen Maßnahmen zur Effizienzsteigerung im niederösterreichischen Gesundheitswesen. Es handelt sich dabei unter anderem um die Übernahme von zehn weiteren Spitälern durch das Land im Jahr 2006, die Vernetzung der EDV aller Krankenhäuser, das gemeinsame Einkaufen der Spitäler sowie um Einsparungen bei den Telefonkosten. Hiezu wurde ein Vertrag präsentiert, der kürzlich mit "Tele2UTA" abgeschlossen wurde.

Dieser neue, ab 2006 generell in Kraft tretende Telefonvertrag bringt wesentliche Vorteile: niedrigere Fixkosten, niedrigere Gesprächsgebühren, und Gratistelefonieren zwischen den einzelnen Landeskliniken, zur Holding und zum Land Niederösterreich. Insgesamt ist es dank dieses Vertrags möglich, die jährlichen Telefonkosten um 25 Prozent zu senken. 20 Prozent resultieren aus den genannten niedrigeren Preisen bzw. Gebühren, 5 Prozent aus den Gratisverbindungen zwischen den Einrichtungen. Zudem bringt der Vertrag höhere Sicherheitsstandards. Wie "Tele2UTA"-Geschäftsführer Dipl.Ing. Norbert Wieser betonte, sei durch eine zweite Leitung ein künftiger Ausfall der Telefonverbindungen zu 99,9 Prozent unwahrscheinlich.

"Wir heben damit die Effizienz in der Verwaltung, um die medizinische Qualität zu steigern. Medizinischer Fortschritt ist nur durch ständige Effizienzsteigerung und durch das Hinterfragen überholter Strukturen möglich", meinte Sobotka. Anhand dieses Vertrags sehe man, wie das Land als Eigentümervertreter der Krankenhäuser arbeite.

In den derzeitigen Landeskliniken fallen jährlich 450.000 Euro für Telefonkosten an. Mit der Übernahme von zehn weiteren Spitälern Anfang 2006 würden diese Kosten auf rund 610.000 Euro anwachsen. Durch den neuen Vertrag mit "Tele2UTA" können ab 2006 150.000 Euro eingespart werden.

Allein 2004 wurden 304 Millionen Euro in den Ausbau des Gesundheitssystems investiert. Der NÖ Gesundheits- und Sozialfonds (NÖGUS) finanziert den laufenden Betrieb der Spitäler jedes Jahr mit 1,2 Milliarden Euro. Am 1. Jänner 2005 hat das Land acht Krankenhäuser übernommen, was 6.272 zusätzliche Dienstposten und ein um rund 650 Millionen Euro gesteigertes Budgetvolumen mit sich gebracht hat. Die Ausgaben des Betriebs werden zum Teil durch Einnahmen finanziert, dennoch beträgt die zusätzliche Belastung für das Land rund 44 Millionen Euro.

Nähere Informationen: Büro LR Sobotka, Christian Rädler, Telefon 02742/9005-12319, e-mail christian.raedler@noel.gv.at.

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