BAK Hauptversammlung fordert freie Wahl beim Kinderbetreuungsgeld

Wien (OTS) - Die BAK Hauptversammlung fordert mehr Wahlmöglichkeiten beim Kinderbetreuungsgeld - die gesetzlichen Rahmenbedingungen müssen rasch geändert werden. Eltern sollen wählen können, ob sie das Kinderbetreuungsgeld zusammenschieben und damit in kürzerer Zeit einen höheren monatlichen Betrag erhalten. Die freie Wahl erleichtert die partnerschaftliche Teilung, denn bei Männern ist der Einkommensverlust mit dem Kinderbetreuungsgeld besonders hoch. Mit einem zusammengeschobenen Kinderbetreuungsgeld kann die Armut in der Karenzzeit vermieden und zusätzlich der Wiedereinstieg erleichtert werden, so die Hauptversammlung.

Eltern sollen wählen können, ob sie wie bisher in Höhe von 14.600 Euro pro Jahr zum Kinderbetreuungsgeld dazuverdienen oder ob sie sich für einen Zuverdienst in Form eines bestimmten Teilzeitausmaßes -z.B. bis zu 24 Wochenstunden - entscheiden. Die Wahl zwischen einer geldbezogenen Zuverdienstgrenze und einer Arbeitszeitgrenze soll es Eltern erleichtern, Beruf und Familie zu vereinbaren, sagt die Hauptversammlung.

Die bisherigen Erfahrungen mit dem Kinderbetreuungsgeld zeigen, dass die rechtliche Ausgestaltung des Kinderbetreuungsgeldes Anreize zu einer längeren Unterbrechung der Erwerbstätigkeit der Frauen setzt. Das wirkt sich negativ auf die Berufsrückkehr der Mütter aus. Hinzu kommt, dass viele Eltern irrtümlich davon ausgehen, dass sich die Dauer des Karenzanspruches im Betrieb auf die Dauer des Bezuges von Kinderbetreuungsgeld erstreckt. Bei nicht rechtzeitigem Wiedereinstieg gehen das Rückkehrrecht und der Kündigungsschutz verloren. Weiters benachteiligt die Regelung des Zuverdienstes zum Kinderbetreuungsgeld unselbstständig Erwerbstätige, während es für selbstständig Erwerbstätige wesentlich günstiger ist, das Kinderbetreuungsgeld voll auszuschöpfen. Die letzten sechs Monate Kinderbetreuungsgeld - also bis zum dritten Geburtstag des Kindes -gibt es ja nur, wenn der Bezug zwischen den Eltern aufgeteilt wird. Bei den ArbeitnehmerInnen nutzen nur wenige Prozent das letzte Halbjahr, bei den Selbstständigen jedoch der Großteil, erklärt die BAK Hauptversammlung.

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