Lopatka: ÖVP startet Kampagne "Schule Neu - Schule in Bewegung"

Vielfalt statt SPÖ-Eintopfschule - Handeln gegen sinkende Schülerzahlen - Kämpfen um jede Schule

Wien, 16. Juni 2005 (ÖVP-PD) Eine flächendeckende Kampagne "Schule Neu - Schule in Bewegung" hat die ÖVP in diesen Tagen gestartet. Die SPÖ hat lediglich für 20. Juni eine einzige Bildungskonferenz angekündigt. In allen Bezirken diskutiert die Volkspartei "Schule Neu" mit Schülern, Eltern und Lehrern. Die ÖVP will damit Schulpartner nach der Abschaffung der Zweidrittel-Mehrheit zu Neuerungen motivieren. "Wir wollen den Aufbruch nutzen und gemeinsam mit den Schulpartnern Verantwortung tragen, um den neuen Anforderungen gerecht zu werden", so ÖVP-Generalsekretär Abg.z.NR Dr. Reinhold Lopatka heute, Donnerstag, bei einer Pressekonferenz mit ÖVP-Bildungssprecher Werner Amon. "Die Blockadepolitik in der Schulgesetzgebung ist vorbei. Die
Abschaffung der Zwei-Drittel-Mehrheit bei 95 Prozent aller Schulgesetze ist zu nutzen." ****

Zwei von der ÖVP regierte Bundesländer - Niederösterreich und die Steiermark - hätten "besonders interessante Modelle" für eine zukunftsorientierte Schule erarbeitet", betonte Lopatka. Die Eckpunkte des NÖ Modells: Ab dem kommenden Schuljahr wird es statt der bisher 21 Schul-Organisationseinheiten fünf Bildungsregionen geben. Fünf "Bildungsmanager" werden für eine effiziente Personalverwaltung und eine bessere Koordination innerhalb der Bildungsregionen sorgen. Die Bezirkschulinspektoren werden für interne Fortbildung und Qualifizierungsmaßnahmen eingesetzt.

Jedes Schulkind soll in seiner Heimatgemeinde zur Schule gehen können. Wenn es erforderlich ist, werden Direktoren und Lehrer pendeln. Wenn sinnvoll, werden im ländlichen Raum mehrere Schulen unter einer Direktion zusammengelegt. "Diese neue Struktur sichert auch Arbeitsplätze der Lehrer", so Lopatka. "Ohne diese Reform müssten in Niederösterreich 200 bis 300 Lehrer entlassen werden." Notwendig geworden sei die Reform nicht zuletzt auf Grund sinkender Schülerzahlen. In Niederösterreich hat es Anfang der 70er Jahre noch 27.000 "Taferlklassler" gegeben, heuer waren es 16.000. Im
Jahr 2007 wird es nur noch 14.000 Schulanfänger geben, für 2011/2012 sind 10.000 prognostiziert.

Das Modell "Steirische Tagesschule" läuft an 20 Standorten und zwar zusätzlich zu den 54 schon bestehenden Schulen mit Ganztagsbetreuung der alten Form. Beim neuen Modell erfolgt die Betreuung der Schüler durch die Lehrer. Der Bund hat über den Stellenplan fünf Lehrer-Wochen-Stunden pro Tagesschule bereitgestellt. Die restlichen Kosten werden von den Gemeinden und Eltern getragen. Die Betreuungskosten sind unterschiedlich und von der Freizeitgestaltung vor Ort abhängig. Ein Beispiel: Fürstenfeld koppelt die Förderung für Sportvereine an deren Kooperation mit der dortigen Tagesschule.

Lopatka: "Mit diesen Modellen zeigt die ÖVP, wie ernst wir es mit der Schule nehmen und wie innovativ man die Schule gestalten kann. Wenn es um die Frage der Schulstandorte geht, so kämpfen wir - wie das Niederösterreich-Modell zeigt - um jeden Standort. Die SPÖ hingegen will Schulstandorte in Österreich mit weniger als 300 Kindern schließen oder zusammenlegen. Das würde vor allem für die ländlichen Regionen ein Stück Identitätsverlust bedeuten."

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