AK: Sinken der Inflation nützt Arbeitnehmern wenig, wenn Regierung ausgerechnet Wohnen und Energie verteuert

AK fordert: Runter mit den Mieten, rauf mit Pendlerpauschale und Kilometergeld

Wien (OTS) - Eine Begrenzung der Mieten und eine rasche Entlastung vor allem der Pendler durch eine Anhebung von Pendlerpauschale und Kilometergeld fordert die AK als Reaktion auf die heute veröffentliche Mai-Infaltion. Das Sinken der Inflationsrate nützt gerade Kleinverdienern nur wenig, wenn die Regierung ausgerechnet Wohnen und Energie zusätzlich verteuert, sagt AK Direktor Werner Muhm. "Was nützt einem Arbeitnehmer, der jeden Euro zweimal umdrehen muss, wenn zwar die Komforttelefone billiger werden, er aber schauen muss, wie er sich die Wohnung leisten kann", sagt Muhm. Bei den Wohnungsmieten ist die Teuerung fast vier Mal so hoch wie der gesamte VPI. "Statt die Mieter zu entlasten, hat die Regierung das Mietrecht zu Gunsten der Vermieter liberalisiert", kritisiert Muhm. Bei den Energieprodukten hat die Regierung die Preissteigerung noch aufgedoppelt, sagt Muhm. So habe die Regierung 2004 die Steuern auf Benzin, Diesel, Gas und Heizöl um bis zu 40 Prozent erhöht. Die AK fordert daher: Eine Mietrechtsnovelle, die das zahnlose Richt-wertmietsystem neu regelt und als ersten Schritt vor allem eine Entlastung der Pendler durch die Anhebung des Pendlerpauschales um weitere 15 Prozent und eine Erhöhung des Kilometergeldes auf 42 Cent. "Die Arbeitnehmerinnnen und Arbeitnehmer müssen endlich entlastet werden", fordert Muhm, "die Regierung hat es in der Hand, sie soll endlich etwas tun."

Wohnen wird immer teurer

Monat Inflation Mietensteigerung
(inkl. Hausbetriebskosten)
Juli 2004 2,3 Prozent 4,2 Prozent
August 2004 2,4 Prozent 4,3 Prozent
September 2004 2,1 Prozent 5,6 Prozent
Oktober 2004 2,6 Prozent 7,6 Prozent
November 2004 2,6 Prozent 9,7 Prozent
Dezember 2004 2,9 Prozent 11,7 Prozent
Jänner 2005 2,9 Prozent 11,3 Prozent
Februar 2005 2,8 Prozent 10,6 Prozent
März 2005 2,9 Prozent 9,9 Prozent
April 2005 2,6 Prozent 9,4 Prozent
Mai 2005 2,3 Prozent 8,7 Prozent

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