Grossmann zu Studie über Internetgefahren: Dringender Handlungsbedarf der Regierung gegeben!

Wien (SK) "Hier ist eindeutig dringender Handlungsbedarf
gegeben - diese Studie sollte die Regierung endlich aufrütteln", erklärte SPÖ-Jugendsprecherin Elisabeth Grossmann am Donnerstag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. Nach einer heute veröffentlichten Untersuchung des Instituts für Jugendkulturforschung wird das Internet zum Umschlagplatz für Drogen, Pornographie und Glückspiele. "Äußerst betroffen macht, dass 11 Prozent der 11- bis 14-Jährigen bereits 'Selbstmord-Foren' besucht haben", sagte Grossmann. Die SPÖ-Politikerin fordert mehr Mittel für die Exekutive, Aufklärung besonders auch in der Schule sowie das Forcieren internationaler gesetzlicher Regelungen. ****

"Besonders ist auch auf das Glücksspiel per Intenet hinzuweisen. In dieser Branche werden für die kommenden zwei Jahre Wachstumsraten von ca. zehn Prozent prognostiziert", betonte Grossmann, die auf eine diesbezügliche SPÖ-Anfrage des SPÖ-Konsumentenschutzsprechers Johann Maier an die zuständige Ministerin Rauch-Kallat verwies. Denn mit Glücksspielen und Wetten im Internet werden staatliche Konzessionen umgangen und Menschen können spielen, auch wenn Wetten oder Glückspiele in ihren Ländern verboten sind. Jährlich werden in Europa Schätzungen zufolge dafür 16,6 Mrd. Euro eingesetzt.

In Österreich wird die Zahl der pathologischen Spieler auf ca. 50.000 spielsüchtige Personen geschätzt. "Vor allem im Sinne des Jugendschutzes ist in dem Zusammenhang von einer weiteren Liberalisierung dringend abzusehen!", so Grossmann, die auf internationale Erfahrungen verwies. In Großbritannien etwa habe man nach heftiger öffentlicher Kritik davon Abstand genommen. Grossmann forderte eindringlich "das Forcieren internationaler Regelungen, durch die gesichert wird, dass Minderjährige sich an derartigem Glückspiel per Internet nicht beteiligen können". (Schluss) up

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