Brauner: Weiterer Ausbau der Suchtprävention in Wien

Mehr als 25 Programme für Kinder, Jugendliche und Erwachsene

Wien (OTS) - "Es ist das oberste Ziel der Wiener Drogenpolitik,
die Krankheit Sucht gar nicht erst entstehen zu lassen. Aus diesem Grund setzen wir eine Vielzahl an Maßnahmen zur Suchtprävention bei Kindern und Jugendlichen. Dieses Angebot haben wir ausgebaut und sind damit ganz nahe an den Wünschen besorgter Eltern", so Gesundheits-und Sozialstadträtin Mag.a Renate Brauner im Rahmen der heutigen Medienkonferenz mit dem Wiener Drogenkoordinator MA Michael Dressel und dem Wiener Drogenbeauftragten Dr. Alexander David.

Das Wiener Drogenkonzept basiert auf vier Säulen: Prävention, Gesundheitsbezogene Maßnahmen, Soziale Maßnahmen und Sicherheit. Suchtprävention zielt darauf ab, Kinder und Jugendliche zu stärken, "Nein" zum Konsum von schädlichen Substanzen wie z.B. Drogen, Alkohol oder Nikotin zu sagen. Das geschieht durch Gesundheitserziehung und Persönlichkeitsentwicklung sowie Information über die Substanzen selbst und ihre Gefahren.****

Breite Palette an suchtpräventiven Maßnahmen

Insgesamt stehen für alle Alterstufen mehr als 25 Programme zur Verfügung, die auf verschieden Zielgruppen ausgerichtet sind: Kinder und Jugendliche ohne Drogenerfahrung sowie Jugendliche, die bereits erste Drogenerfahrung gemacht haben. Außerdem setzt die Stadt Wien auf die Ausbildung von für Kinder und Jugendliche wichtige Bezugspersonen: Eltern, LehrerInnen und JugendarbeiterInnen.

Neue Initiative: Feelok.at

Neu ist ab Herbst 2005 u.a. das Projekt "Feelok.at", ein Internetprogramm für 10 bis 18 Jährige mit dem Ziel, die Gesundheit und das Wohlbefinden Jugendlicher zu fördern und Suchtmittelkonsum vorzubeugen. Die Website enthält umfangreiche Informationen zu den Themen Rauchen, Cannabis, Stress, Selbstvertrauen, Sexualität und Internet. "Feelok.at" kann selbstständig von Jugendlichen genutzt werden oder von geschulten LehrerInnen als Unterrichtsmittel eingesetzt werden.

"Eigenständig werden" - 10.000 SchülerInnen sollen erreicht werden

Schon erfolgreich angelaufen ist "Eigenständig werden", ein Programm zur Suchtprävention in Volksschulen, das auf die Stärkung der Persönlichkeit der SchülerInnen abzielt. LehrerInnen werden in mehrtägigen Schulungen mit den Grundsätzen suchtpräventiver Arbeit vertraut gemacht. Seit Projektbeginn im Jahr 2000 wurden über 300 PädagogInnen aus 78 Volksschulen ausgebildet. Für 2006 sind 24 Schulungen geplant. Damit können 350 Lehrkräfte und rund 10.000 SchülerInnen erreicht werden.

Suchtprävention beginnt schon im Kindergarten

Auch für den Bereich Kindergarten gibt es ein Projekt:
"Spielzeugfreier Kindergarten". Dabei räumt eine Kindergartengruppe für drei Monate alle vorgefertigten Spielsachen beiseite. Die Kinder lernen miteinander in der Gruppe zu spielen - ohne "materielle" Spiele.

Weitere Projekte sind zum Beispiel "Schultüte", das Eltern von VolksschülerInnen konkrete Anregungen gibt, wie ihre Kinder mit Stresssituationen und auch negativen Erlebnissen gut umgehen können, oder "MOVE", ein Fortbildungsprogramm für JugendarbeiterInnen für den Umgang mit Jugendlichen, die schon mit Drogen in Berührung gekommen sind.

Aufklärung und Hilfe für Eltern

Weil es besonders wichtig ist, besorgte Eltern von "jungen Erwachsenen" zu unterstützen, gibt es ein speziell zusammengestelltes Programm: Unter dem Titel "Generation E - Herausforderung Pubertät" finden Informationsveranstaltungen für Eltern von Kindern im Pubertätsalter statt. Der Prozess des Erwachsenwerdens kann die Beziehung zwischen Eltern und heranwachsendem Kind gewaltig strapazieren. Das Angebot soll helfen, Orientierung in einer turbulenten Lebensphase zu geben.

Institut für Suchtprävention im Fonds Soziales Wien

Das Institut für Suchtprävention (ISP) im Fonds Soziales Wien ist das Kompetenzzentrum und die Kommunikationsdrehscheibe für suchtpräventive Aktivitäten und Projekte in Wien. Das ISP entwickelt Suchtpräventionsprogramme für Wien - mit den Zielen der wissenschaftlichen Fundierung, Bedarfsorientierung und Nachhaltigkeit.

Informationen rund um das Thema Suchtprävention und die einzelnen Projekte gibt es beim Institut für Suchtprävention im Fonds Soziales Wien unter Tel.: 4000/66715. (Schluss) hir

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