FP-Landauer: Pflege in Wien: Seit Lainz ist genau Null passiert

Von Pflegemilliarde für das Personal fehlt jede Spur

Wien, 16.06.05 (fpd) - - Die Gründerin und langjährige Vorsitzende der "Kleinen sozialen Netze" (KSN), FPÖ-Stadträtin Karin Landauer, stellte bei einer Pressekonferenz das neue Führungsteam des Sozialprojekts für die Betreuung zu Hause vor. Neue Vorsitzende ist seit 8. Juni 2005 die Meidlinger BvStv. Ingrid Madejski. FPÖ-Gemeinderat Gerald Ebinger und Philippa Madejski sind ihre Stellvertreter. Sie wollen die gute Zusammenarbeit mit der Stadt Wien im Interesse ihrer pflegebedürftigen Schützlinge fortsetzen.

Die Zukunft der Pflege in Wien

Auch nach dem Lainz-Wirbel vor neun Monaten hat sich bei den Rahmenbedingungen für Pflegepersonal und Patienten nichts geändert. Die Politik von SP-Bürgermeister Häupl sieht unterdessen so aus, daß im Pflegebereich ausschließlich in Gebäude investiert werde anstatt die Rahmenbedingungen zu ändern. Mit diesen Geldern wäre es sinnvoller eine Ausbildungsoffensive und die Aufstockung des Personals zu finanzieren. Auf 1000 Bewohner kommen hierzulande im Schnitt 5,8 Pfleger (Deutschland 9,6; Finnland 21,7).

Wiener Zulagensystem: Bei Beförderung gibt’s weniger Geld

Ein weiteres Problem ist die Gewerkschaft, die weiter ein leistungsgerechtes Grundgehalt für das Pflegepersonal ablehnt und das ungerechte Zulagensystem fortschreibt. Dieses hat so absurde Auswüchse, dass etwa eine diplomierte Krankenschwester bei einer Beförderung zur Stationsschwester durch wegfallende Zulagen 290 Euro im Monat weniger verdient. "Mehr Verantwortung = weniger Geld", lautet offenbar die krause Formel von Gewerkschaft und SPÖ.

Vier Augen-Modell bei Turnusärzten "stiehlt" zwei Pflegstunden

Völlig falsch hat der Krankenanstaltenverbund beim Problem der schlechten Turnusärzteausbildung reagiert. Statt die Primarärzte, die ihre Verantwortung für die Ausbildung nicht wahrnehmen, in die Ziehung zu nehmen, werden diplomierte Krankenschwestern als "Kindermädchen" für die Turnusärzte herangezogen. Sie begleiten die Turnusärzte bei der Morgenvisite und erklären, welche Medikamente zu verabreichen sind. Zwei Pflegestunden gehen pro Tag jeder abgestellten Diplomkrankenschwester verloren, kritisiert Landauer.

Universitäre Anerkennung der Pflegewissenschaften gefordert

Außer an der Grazer Universität sind die Pflegewissenschaften noch nirgends als Studienfach anerkannt. Die Bundesregierung ist daher aufgefordert, die Anerkennung im gesamten Bundesgebiet in die Wege zu leiten. Für die neu eingerichteten Landesfonds (Gesundheitsagenturen) fordert die FPÖ die Aufnahme von Pflegevertretern, die dort kurioserweise nicht vertreten sind. Gesundheitsstadtrat Rieder soll beim Wiener Landesfonds eine Vorreiterrolle einnehmen, forderte Landauer abschließend. (Schluss)fp

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