Bayr: Wüsten machen Flüchtlinge - 50 Millionen Umweltflüchtlinge bis 2010

Bayr zu internationalen Gedenktagen

Wien (SK) Anlässlich des Weltwüstentags am 17. Juni sowie des Weltflüchtlingstages am 20. Juni, macht Petra Bayr, SPÖ-Bereichssprecherin für Entwicklungszusammenarbeit, auf die Zusammenhänge zwischen diesen beiden Problembereichen aufmerksam. Die weltweit rasch fortschreitende Wüstenbildung hat mehrere Ursachen, wie Landübernutzung durch einseitigen Anbau, Landüberweidung, Abholzung oder den Klimawandel. Die Folgen sind ebenso bekannt und drastisch: durch die verursachten mikroklimatischen Veränderung und den einhergehenden Verlust an Biodiversität in den betroffenen Gebieten gehen die ohnedies oft nur kärglichen Anbauflächen zurück bzw. ist der Anbauertrag nicht mehr existenzsichern. ****

Diese Situation führt zu Landflucht und in deren Folge zum unkontrollierten Wachsen der Städte mit immer mehr Slums. Ihrer Lebensgrundlage beraubt und die Hoffnungslosigkeit in den überquellenden Städten des Südens vor Augen, unternehmen die betroffenen und verzweifelten Menschen dann die oft einzige (vermeintliche) Aussicht auf Besserung ihrer Lage wahr und versuchen die Auswanderung. "Migration und Wüstenbildung stehen in einem engen Zusammenhang", so Bayr, "denn mehr Wüste bedeutet zugleich mehr Armut für die Länder des Südens!" Denn wer täglich mehrere Stunden für die Beschaffung der täglich notwendigen Wasserration aufwenden muss, hat umso weniger Zeit, um einer bezahlten Arbeit nachzugehen, was sich speziell für Frauen auf die ohnedies beschränkten Einkommensquellen in Entwicklungsländern besonders negativ auswirkt. "Schätzungen zufolge wird es 2010, also in nur fünf Jahren, 50 Millionen Umweltflüchtlinge geben, die Hälfte davon kommt aus dem südlichen Afrika", gibt Bayr abschließend zu bedenken. "Die Dramatik dieser Entwicklung ist ein eindringlicher Grund, die gestaltbaren Mittel der EZA rasch zu erhöhen!" (Schluss) ps/mp

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