NEWS exklusiv: Reinhart Gaugg rechnet ab

Ex-FP-Politiker packt über Abmachungen mit Riess-Passer, Haider und Schüssel aus.

Wien (OTS) - Das Nachrichtenmagazin NEWS veröffentlicht in seiner am Mittwoch erscheinenden Ausgabe ein Interview mit dem Ex-FPÖ-Sozialsprecher Reinhart Gaugg, in dem dieser erstmals über die Hintergründe und Abmachungen rund um seinen Abgang aus der Politik spricht.

Gaugg geht dabei mit Ex-FP-Parteichefin Susanne Riess-Passer, aber auch mit Jörg Haider hart ins Gericht. Zudem erklärt er detailliert, wie zwischen ihm, Wolfgang Schüssel und Susanne Riess-Passer sein hochdotierter Sondervertrag als stellvertretender Generaldirektor der Pensionsversicherungsanstalt ausgehandelt wurde.

Gaugg: "Es gab ein Gespräch zwischen Wolfgang Schüssel, Riess-Passer und mir, in dem mir mir von Schüssel und Riess-Passer ein Fünfjahres-Vertrag mit 9.900 Euro brutto monatlich, 14 mal jährlich, samt einer brauchbaren Geschäftseinteilung angeboten wurde. Die hätten mir alle Wünsche erfüllt, wenn ich im Gegenzug bereit gewesen wäre, mein Pensionsversicherungsbüro von Wien nach Klagenfurt zu verlegen. Ich hätte sogar mein Nationalratsmandat behalten dürfen."

Über Jörg Haider sagt Gaugg: "Ohne Indianer wie mich wäre er 1986 nicht der große Häuptling geworden. Heute besteht seine Bewegung ja nur mehr aus Häuptlingen. Der Herr Landeshauptmann scheint vergessen zu haben, dass es in der Vergangenheit Situationen gegeben hat, wo es auch ihm psychisch schlecht gegangen ist. Da sind wir vor ihm gestanden, haben ihm die Mauer gemacht. Und heute? Die Partei für die ich 25 Jahre gelaufen bin, ist nicht bereit, mir bei der Jobsuche zu helfen."

Gaugg entschuldigt sich zudem für sein berühmt-berüchtigtes Buchstabieren des Wortes "N.A.Z.I." als "neu, attraktiv, zielstrebig und ideenrech." Gaugg: "Ich denke jeden Tag daran. Es tut mir Leid, was ich gesagt habe. Es ärgert mich, dass ich es getan hab. Ich will mit einem Menschen wie Herrn Gudenus und seinen Ideen nicht zu tun haben."

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