Geschäftsführer der Wörtherseebühne wird Fall für Staatsanwalt

Klagenfurt (OTS) - Nach den heutigen Zeugenaussagen im Untersuchungsausschuss Wörtherseebühne sei für die freiheitliche Fraktion klar, dass die Geschäftsführung der Wörtherseebühne nicht nur überfordert war, sondern auch fahrlässig gehandelt habe. Daher werde die freiheitliche Fraktion eine entsprechende Sachverhaltsdarstellung der Staatsanwaltschaft übermitteln, berichtet der stellvertretende freiheitliche Klubobmann LAbg. Johann A. Gallo. .
Von unter Wahrheitspflicht stehenden Zeugen wurde der ehemalige Geschäftsführer Dr. Bernhard Sapetschnig beschuldigt "in keinster Weise" die Befähigung für einen Theaterbetrieb gehabt zu haben. Er sei "ziemlich naiv" an die Arbeit gegangen und habe unter Missachtung der tatsächlichen Gegebenheiten mit der Vorgabe "tut’s das und das rein" ein "kuschelweiches" Budget in Auftrag gegeben. Wirtschaftsprüfer Mag. Rossbacher habe wörtlich überhaupt von einem "Sauhaufen", Buchprüfer Dr. Huber von einem uninformierten Geschäftsführer gesprochen.

Die Zeugin Petra Besser habe nach eigenen Angaben die Erstellung des Budgets für 2004 übernommen, obwohl sie eine solche Arbeit davor noch nie gemacht habe und dies als "Drahtseilakt nach dem Motto "Daumen mal Pi". Pikanterweise habe sich diese Zeugin auch als Assistentin der Geschäftsführung und Controllerin geoutet. Welches Betriebsklima unter der Geschäftsführung des hauptberuflichen Arbeiterkammerbediensteten Sapetschnig geherrscht haben müsste, enthält die Begründung der Zeugin Petra Besser für ihren relativ fluchtartigen Abgang. Sie habe wegen massiver Überlastung und der fehlenden Unterstützung durch den Geschäftsführer (Originalzitat "moderne Sklaverei") selbst gekündigt.

Einzigartig sei, so der stellvertretende Ausschussvorsitzende Gallo, dass sowohl Dateien von den PCs, als auch Ordner mit wichtigen Unterlagen wie Protokollen aus der Gesellschaft auf nimmer Wiedersehen abhanden gekommen seien, aber bis heute niemand Anzeige erstattet habe.

Da der Untersuchungsausschuss wegen zahlreicher Parallelprüfungen ein eher zahnloser Tiger sei und keine Befugnis habe auch strafrechtlich relevante Tatsachen zu würdigen, habe man sich für den Weg zum Staatsanwalt entschlossen, schloss Gallo.

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