Csörgits zu Bleckmann: Vaterschutzmonat einführen

Partnerschaftliche Teilung oft auch "Geldfrage"

Wien (ÖGB) - "Junge Eltern brauchen passende Rahmenbedingungen, damit eine partnerschaftliche Teilung der Kinderbetreuung machbar ist anstelle von Feigenblatt-Regelungen", sagt ÖGB-Frauenvorsitzende und Vizepräsidentin Renate Csörgits zum heute präsentierten Vorschlag der Initiative Freiheitlicher Frauen (IFF). IFF-Sprecherin Magda Bleckmann möchte, dass Väter künftig ein Monat Kindergeld vorziehen und unmittelbar nach der Geburt des Kindes konsumieren können. "Die Väterkarenz ist für viele Familien derzeit wegen des Entfalls des Einkommens des Mannes nicht machbar. Der IFF-Vorschlag bringt da keine Verbesserung. Nötig ist vielmehr ein Vaterschutzmonat, das heißt, eine bezahlte Freistellung bei vollem Entgelt", verlangt Csörgits.++++

Zusätzlich fordern die ÖGB-Frauen eine Reform des Kindergeldes, damit die partnerschaftliche Teilung der Kinderbetreuung erleichtert wird. "Wer seine Arbeitszeit zum Zweck der Kinderbetreuung auf maximal 24 Stunden die Woche reduziert, für den soll keine finanzielle Zuverdienstgrenze gelten", sagt Csörgits. Eltern sollten zudem wählen können zwischen dem Kindergeld in der bisherigen Form und einer Geldleistung, die höher ist, aber für einen kürzeren Zeitraum ausbezahlt wird. "Mütter könnten dadurch rascher wiedereinsteigen, Väter würden eher den Einstieg in die Kinderbetreuung wagen", sagt Csörgits.

Auch bei der Elternteilzeit fordern die ÖGB-Frauen eine Reform. "Wir brauchen ein echtes Recht auf Teilzeit für alle Eltern, unabhängig von der Betriebsgröße und der Dauer der Betriebszugehörigkeit", verlangt die ÖGB-Frauenvorsitzende.

ÖGB, 14. Juni
2005
Nr. 384

Rückfragen & Kontakt:

ÖGB Presse und Öffentlichkeitsarbeit
Mag. Martina Fassler
Tel.: (++43-1) 534 44/480 DW
Fax: (++43-1) 533 52 93
http://www.oegb.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NGB0002