Pirklhuber: Nettozahlerposition gefährdet ländliche Entwicklung

Kahlschlag für den ländlichen Raum muss verhindert werden

Wien (OTS) - "Österreichs EU-Nettozahlerposition zur Kürzung der Mittel für die ländliche Entwicklung von 88,5 auf 73 Mrd. Euro führen würde, ist ruinös für jene Betriebe, die umweltorientiert arbeiten," meint der Landwirtschaftssprecher der Grünen, Wolfgang Pirklhuber, der derzeit an der Konferenz des Europäischen Parlaments für die ländliche Entwicklung in Brüssel teilnimmt. Insbesondere beim österreichischen Agrarumweltprogramm (ÖPUL) und damit auch bei den Biobauern sowie bei der Bergbauernförderung müssten enorme Kürzungen hingenommen werden. Da künftig auch Natura 2000 vom Fonds für Ländliche Entwicklung finanziert werde, wäre auch die Finanzierung von Naturschutzmaßnahmen massiv gefährdet.

"Die Position der Bundesregierung ist völlig unverständlich, da die bäuerlichen Betriebe in Österreich bisher überproportional aus dem EU-Topf Ländliche Entwicklung profitieren konnten," so Pirklhuber. Fast zehn Prozent dieser EU-Mittel fließen derzeit nach Österreich, während Österreichs Bauern nur zwei Prozent der EU-Bauern ausmachen. "Anstatt auf der kontraproduktiven Nettozahlerposition zu beharren, die zur Aushungerung der ländlichen Regionen führt, sollten BK Schüssel und BM Pröll dafür sorgen, dass der ländliche Raum nicht nationalen Egoismen zum Opfer fällt," fordert Pirklhuber. Die Grünen fordern Schüssel und Pröll auf, die Position der Europäischen Kommission und des Europäischen Parlaments, die deutlich über ein Prozent Deckelung des Bruttonationaleinkommens hinausreichen, anzuerkennen. "Insbesondere angesichts der aktuellen Situation in Europa ist es dringend geboten, die ländlichen Regionen als Lebens-und Arbeitsraum zu stärken und damit ein Signal für den Zusammenhalt Europas zu setzen," betont Pirklhuber.

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