Koren: Amerika wird zur Boomregion für österreichischen Außenhandel

Exportplus doppelt so hoch wie weltweiter Durchschnitt

Wien (PWK449) - Ein stark positives Außenhandels-Resümee mit Amerika zieht die Wirtschaftskammer Österreich: "Das Exportplus in diese Region ist zwei Mal so hoch wie im weltweiten Durchschnitt und legte um 28,8 Prozent auf 6,8 Mrd. Euro zu. Damit ist der Export nach Amerika vom Rand in den Zentrum unseres Außenhandels gerückt", betonte heute, Dienstag, der Leiter der Außenwirtschaftsorganisation, Walter Koren, anlässlich einer Pressekonferenz zur Außenhandelstagung Amerika. Weltweit legten die Ausfuhren 2004 um 13 % (Volumen: 89 Mrd. Euro) zu. Auch in den einzelnen Regionen Amerikas ergibt sich ein sehr positives Bild: Der Exportzuwachs nach Nord-Amerika machte 29,6 % aus, nach Mittel-Amerika 28,8 % und nach Süd-Amerika 20,1 %.

Hauptverantwortlich für diese gute Entwicklung macht Koren die allgemeine leichte Erholung des amerikanischen Marktes, die sich 2004 positiv auf den österreichischen Überseehandel in diese Region auswirkte. Das zeigen alleine die nackten statistischen Zahlen mit enormen Zuwächse der österreichischen Ausfuhren in die USA (29,8 %), aber auch nach Kanada (27,8 %), Mexiko (21 %), Argentinien (54,1 %) oder Chile (28 %). "Außerdem werden starke heimische Unternehmen Marken im Amerika-Export sichtbar", so der AWO-Chef, der auch darauf verweist, dass heimische damit die Früchte ihrer Marktsondierungen ernten und sich am amerikanischen Markt bewähren.

Die AWO wolle diese "Erfolgsstory" jedenfalls fortschreiben und werde sich deshalb auf 3 Punkte konzentrieren: Erstens, gilt es, sich auf zukunftsträchtige Branchen zu konzentrieren (Automobilzulieferung, Automatisierung, Steurerungstechniken, usw.). Zweitens werde man Technologiekooperationen verstärken, um etwa in der Bio,- und Nanotechnologie verstärkt Fuß zu fassen. Drittens werde es sogenannte "Zukunftsreisen" geben, um den Firmen und gerade den KMU´s die weltweiten Trends näher zu bringen, erläutert Koren. Vielfach würden sich die KMU gar nicht erst trauen, den Schritt auf den amerikanischen Markt zu wagen: "Hier wollen wir sie unterstützen. Denn ob klein oder groß, unsere Firmen sind äußerst wettbewerbsfähig."

Nach dem sensationellen Exportplus im vergangenen Jahr erwartet man in der AWO, dass die Ausfuhrentwicklung heuer ein wenig nachlässt. Dennoch liegt der Exportzuwachs im ersten Quartal 2005 im Vergleich zur Vorjahresperiode nach Amerika (4,4 %) immer noch über dem weltweiten Zuwachs (2,5 %).

Grundtenor der Handelsdelegierten zur bisherigen Ausfuhrentwicklung: Es ist besonders erfreulich, dass gerade in Bezug auf die Euro-Dollar-Problematik sich österreichische Unternehmen am amerikanischen Markt so gut behaupten können. Vergleicht man diese Entwicklung mit den Ausfuhren in die Boom-Regionen Asiens, so wird die positive Tendenz noch deutlicher. Das Exportvolumen nach Amerika liegt mit 1,7 Mrd. Euro weit über jenem nach Asien (1,3 Mrd. Euro) und außerdem gingen die Ausfuhren nach Asien im ersten Quartal 2005 sogar um 5,3 % zurück.

Auch in Punkto Handelsbilanz ist nur Gutes zu vermelden: Mit der gesamt Amerika ist sie mit 752 Mio. Euro mehr als positiv. Ebenso mit wichtigen Handelspartnern der Region: USA +665 Mio. Euro, Kanada +136 Mio. Euro, Mexiko +18,3 Mio. Euro, Venezuela +11,5 Mio. Euro. (us)

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