Haubner: Bund weitet Zusagen für Salzburger Olympiabewerbung aus

Burgstaller und Schaden sind gefordert, Sicherheiten zu bieten und die notwendigen Beschlüsse zu fassen

Wien, 14. Juni 2005 (ÖVP-PK) "Der Bund steht voll hinter der Salzburger Bewerbung für die Olympischen Winterspiele 2014", sagte ÖVP-Sportsprecher Peter Haubner heute, Dienstag. Bei den in den vergangenen Tagen intensiv geführten Gesprächen mit Bundeskanzler Dr. Wolfgang Schüssel und mit Mitarbeitern des Bundeskanzleramtes konnte ein optimales Ergebnis für die Salzburger Bewerbung vorbereitet werden. "Die Endverhandlungen will der Bundeskanzler am 27. Juni persönlich in Salzburg mit den zuständigen Ministern und den für die Bewerbung verantwortlichen Mandatsträgern in Stadt und Land führen", so Haubner. ****

Der ÖVP-Sportsprecher betonte die Unterstützung in drei Bereichen: Aufgestockte Beteiligung an der Organisations-Gesellschaft, Versicherung des Gesamtrisikos und Sportstätten und Infrastruktur mit Beteiligung des Bundes. "Noch niemals konnte der österreichische Ausrichter eines internationalen Sport-Großevents mit einer derartig umfangreichen Unterstützung durch die Republik Österreich rechnen", sagte Haubner. Der Bund habe sich im Detail bereit erklärt:

1. mit 49 Prozent in die Durchführungsgesellschaft einzutreten und rund 50 Millionen Euro des Stammkapitals zur Verfügung zu stellen. Die Beteiligung des Bundes beträgt gegenüber der Bewerbung 2010 um 15 Millionen Euro oder 45 Prozent mehr. 2. falls eine Versicherung des Worst-Case-Ausfallsrisikos abgeschlossen wird, die Prämienzahlung über die Durchführungsgesellschaft zu ermöglichen. Eine Versicherung dieses Risikos war für die Bewerbung 2010 nicht möglich, damals musste die Stadt Salzburg dieses Risiko alleine tragen. 3. sollte die Host City das Risiko für die Absage der Spiele auf Grund von Krieg oder Terror nicht auf eine kommerzielle Versicherung überwälzen, so wird für den Fall, dass unvorhersehbare Ereignisse zusätzliche finanzielle Mittel erforderlich machen, der Bund gemeinsam mit den Gesellschaftern an einer adäquaten Lösung mitwirken. 4. sich an den Baukosten für die Sportstätten und die Infrastruktur zu beteiligen. 5. alle vom Veranstalter geforderten Erklärungen der einzelnen Ministerien für die Durchführung der Winterspiele zu garantieren.

Für den ÖVP-Sportsprecher liegen die Vorteile der Olympia-Bewerbung mit der Stärkung des Wirtschafts- und Tourismusstandortes auf der Hand. "Das Projekt Olympische Winterspiele hat für den Weltmarktführer im Wintertourismus eine außerordentliche Bedeutung und absolute Priorität. Olympische Winterspiele tragen dazu bei, dass die Wertschöpfung im Wintertourismus gesichert wird, dass das Image der Veranstaltung und jenes von Österreich unterstützt und letztendlich durch ein derartiges Großprojekt mit Geldern, die Österreich nicht aufbringen muss, die Tourismusdestination Österreich in der weltweiten Konkurrenz gestärkt wird", führte Haubner aus.

Dies wurde zuletzt durch die Studie von Sports Econ, Institut für Sportökonomie mit Sitz in Wien bestätigt. Sie beschäftigt sich mit den Auswirkungen der Rad-WM 2006, der Fußball-EM 2008 und den

möglichen Olympischen Winterspielen 2014 und belegt, dass diese Serie von Sportgroßveranstaltungen und den wiederholten Impulsen andauernde Wachstums-, Beschäftigungs-, Wertschöpfungs- und Kaufkrafteffekte für die gesamte Region Salzburg bewirken. Besonders wichtig ist auch die Image- und Vorbildwirkung für den gesamten Sport- und Jugendbereich. Internationale Sportgroßereignisse im eigenen Land lösen meist einen starken Boom im Nachwuchsbereich der einzelnen Sportdisziplinen aus.

ÖVP-Sportsprecher Peter Haubner fordert deshalb Landeshauptfrau Gabi Burgstaller auf, "dass das Land Salzburg diese Sicherheiten bestärkt und im Sinne des gemeinsamen Projektes die entsprechenden Beschlüsse in der nächsten Regierungssitzung am 20. Juni verabschiedet". Mit diesem Paket aus den Zusagen von Bund und Land wären für die Stadt Salzburg die optimalen Grundlagen geschaffen, im Gemeinderat Anfang Juli den positiven Beschluss für die definitive Bewerbung zu fassen. "Mit diesem Garantiepaket des
Bundes unterstützt, sind die Bedenken der Bevölkerung berücksichtigt und die Landeshauptstadt könnte gestärkt wie nie zuvor die Bewerbung positiv in Angriff nehmen." Der Ball liege
jetzt bei Bürgermeister Heinz Schaden, "die Grundlagen sind besser als jemals zuvor aufbereitet", so Haubner abschließend.

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