Industrie: Fachkräftenachwuchs und Jugendbeschäftigung sichern

Maßnahmenkatalog zur Zukunftssicherung für Fachkräftenachwuchs, Jugendbeschäftigung und zur Wahl des Standortes - Unter anderem neuer Ausbildungspfad aus Lehre zur Hochschule gefordert

Wien (OTS) - Mit der heutigen Tagung "Fachkräftenachwuchs. Bottle Neck - Beiträge zur Problemlösung" im Haus der Industrie setzt die Industriellenvereinigung (IV) - im Interesse der Unternehmen wie auch der Gesellschaft - das Thema Jugendbeschäftigung und insbesondere Berufsausbildung junger Menschen in den Mittelpunkt. "Umfragen unter Mitgliedsbetrieben haben gezeigt, dass die Industrie die Ausbildung des Nachwuchses in höchstem Maße ernst nimmt," bekräftigt Dr. Gerhard Riemer, IV-Bereichsleiter Bildung, Innovation und Forschung. "Obwohl die Zahl der Beschäftigten in der Produktion sinkt, steigt die Zahl der Lehrlinge in der Industrie."

"Ein neuer Anlauf zur Gestaltung der Fachkräfteausbildung muss auf dem Vergleich von internationalen und österreichischen Perspektiven der Berufsbildung aufbauen", so Riemer, "und soll dazu beitragen, dass nicht nur der Fachkräftenachwuchs des heimischen Innovationsstandortes längerfristig gesichert wird, sondern auch, dass die Auseinandersetzung mit der beruflichen Bildung vorangetrieben wird."

Der im Rahmen der Tagung diskutierte Maßnahmenfolder fasst u.a. Anliegen der Industrie für die Reform der dualen Ausbildung sowie konkrete Jugendbeschäftigungsstrategien zusammen:

Anregungen und Forderungen der Industrie

1. Sicherung der Basiskompetenzen, insbesondere der Kulturtechniken und Sozialkompetenzen - in den vorgelagerten Bildungsstufen als Voraussetzung für gelungene Integration in Betrieben,
2. Der Bildungsweg "Lehre und Matura" (Berufsmatura) soll als Ausbildungsalternative für praxisorientierte Lerntypen, die in der rein schulischen Umgebung schwer Lernmotivation finden, nicht verschult werden,
3. Etablierung eines neuen (Aus-)Bildungspfades von der dualen Ausbildung hin zum tertiären Bildungssystem, in dem Bildungsabschlüsse eine formal ähnliche Anerkennung erhalten wie im Hochschulbereich (z.B. "Industrietechniker" oder "Höher-Qualifizierte Fachkraft").

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