Neuerlicher Schlag gegen Kinderpornoszene

EUROPOL Operation führt zu sieben Hausdurchsuchungen in Österreich

Wien (OTS) - In den Morgenstunden des heutigen Tages wurden bei sieben Verdächtigen im gesamten Bundesgebiet Hausdurchsuchungen wegen des vermuteten Besitzes von kinderpornographischem Material durchgeführt. Die Ermittlungen in Österreich sind Teil einer Operation mit dem Namen "Icebreaker", die von EUROPOL in Den Haag koordiniert wurde. Zeitgleich zu den Ermittlungen in Österreich wurden auch in zwölf anderen europäischen Ländern Hausdurchsuchungen durchgeführt.

Der heute europaweit durchgeführte Schlag gegen Kinderpornographie ist die größte derartige Aktion, die bisher von EUROPOL koordiniert wurde. Die schon lange geplante Aktion ging von Ermittlungen der Carabinieri in Italien aus, die im Internet auf ein kriminelles Netzwerk gestoßen waren, das kinderpornographisches Material verbreitete. Die Verdächtigen verwendeten modernste technische Verfahren, um ihre Identität zu verheimlichen und ihre E-mails zu verschlüsseln.

Via EUROPOL wurden die Mitgliedsstaaten mit diesen Ermittlungen vertraut gemacht und Beweismaterial ausgetauscht. Aufgrund dieses Materials konnten in Österreich vom Bundeskriminalamt (.BK) sieben Verdächtige ausgeforscht werden, die vom Server der kriminellen Organisation in Italien kinderpornographisches Material bezogen haben sollen.

Die sieben Hausdurchsuchungen - jeweils zwei in Oberösterreich und Kärnten sowie jeweils eine in Tirol, Wien und Niederösterreich -wurden von Gendarmerie und Polizei zeitgleich durchgeführt. Vier der Verdächtigen legten bereits im Zuge der ersten Ermittlungen Geständnisse ab bzw. hat sich aufgrund der bei ihnen aufgefundenen Beweismaterialien der Verdacht gegen sie massiv erhärtet.

Die sichergestellten Beweismittel werden jetzt von den Spezialisten der Kriminalabteilungen und des Bundeskriminalamtes ausgewertet.

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Bundeskriminalamt
Mjr Gerald Hesztera
Tel.: 0664 - 323 00 16

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