Rack: EP-Verkehrsausschuss nur für Koordinierung der nationalen Ferienordnungen

Europäische Union damit erneut besser als ihr Ruf

Brüssel, 14. Juni 2005 (ÖVP-PD) "Der Verkehrsausschuss des Europäischen Parlaments hat heute einem steirisch-tirolerischen Antrag von Richard Seeber und mir zugestimmt: Es soll nur eine sinnvolle Koordinierung der nationalen und regionalen Ferienordnungen durch Europa geben. Alles Weitere wäre eine Verletzung des Subsidiaritätsprinzips. Damit hat der Ausschuss bei diesem umstrittenen Thema Augenmaß und Vernunft bewiesen", sagte heute, Dienstag, der steirische Europaparlamentarier Univ. Prof. Dr. Reinhard Rack. Der vom portugiesischen Abgeordneten Luis Queiro ausgearbeitete Bericht über die Herausforderungen für einen nachhaltigen europäischen Tourismus hält sich damit klar an die durch das Subsidiaritätsprinzip vorgegebene Aufgabenverteilung zwischen der EU und den Mitgliedstaaten. ****

"Wir regeln nicht in alles hinein, was besser und vernünftiger auf der nationalen oder regionalen Ebene entschieden werden kann. Wir bemühen uns aber um ein vernünftiges Miteinander und Nebeneinander", betonte Rack. Die beiden Abgeordneten konnten damit im Zuge auch der seinerzeit in Österreich intensiv geführten Debatte einen klaren Erfolg für mehr Subsidiarität und regionale Kompetenz erzielen. "Jetzt müssen wir uns aber auch in Österreich um eine vernünftige Aufteilung der Ferien einigen", sagte Rack.

Ähnlich erfolgreich ist für Rack auch das Gesamtergebnis des Berichts zu beurteilen. "Der Ausschuss spricht sich klar dafür aus, dass die Zuständigkeiten in Sachen Tourismus weiterhin in erster Linie von denen wahrgenommen werden, für die der Tourismus von besonderer Bedeutung ist. Und das sind nun einmal die Tourismusregionen und die Tourismusländer. Europa soll sich nur dort mit - hoffentlich guten - Ideen einbringen, wo wir einen echten europäischen Mehrwert erwarten können", so Rack weiter.

"Die heutige Entscheidung ist auch ein deutliches und richtiges Signal gegen das weit verbreitete Vorurteil, dass in Europa alles von oben herab und damit an den Bürgern vorbei entschieden wird. Für mich ist die Entscheidung des Europaparlaments damit auch ein konstruktiver Beitrag zur laufenden Verfassungsdebatte: Wir sind imstande, europäische Überregulierung abzudrehen und der regionalen Entscheidungskompetenz den Vorzug zu geben", sagte Rack abschließend.

Rückfragen & Kontakt:

MEP Univ.Prof. Dr. Reinhard RACK, Tel.: 0032-2-284-5773
(rrack@europarl.eu.int) oder Mag. Philipp M. Schulmeister, EVP-ED
Pressestelle, Tel.: 0032-475-79 00 21 (pschulmeister@europarl.eu.int)

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NVP0001